Bei einem versuchten Telefonbetrug sind am Dienstag, 15. September 2026, in St.Gallen zwei Personen festgenommen worden. Eine 87-Jährige sollte 15'000 Franken an vermeintliche Polizeiangehörige übergeben.
Kurz vor 13:30 Uhr erhielt die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung, dass eine 87-jährige Frau möglicherweise Opfer eines Telefonbetrugs geworden sei. Gemäss bisherigen Erkenntnissen hatte eine unbekannte Täterschaft die Frau zuvor telefonisch kontaktiert und sich als Polizeiangehörige ausgegeben.
Unter anderem gab die Täterschaft an, dass angebliches Falschgeld bei der Schweizerischen Nationalbank überprüft werden müsse. Die Geschädigte wurde auf diese Weise dazu gebracht, Bargeld in der Höhe von rund 15'000 Franken bei ihrer Bank abzuheben.
Bei der vereinbarten Bargeldübergabe am selben Tag am Nachmittag konnten zwei Personen festgenommen werden. Es handelt sich um einen 27-jährigen Schweizer und eine 27-jährige Bosnierin.
Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen tätigt die Kantonspolizei St.Gallen die weiteren Ermittlungen. Dabei wird unter anderem abgeklärt, ob die beiden Festgenommenen mit weiteren Delikten in Verbindung stehen.
Hohe Deliktssumme allein seit Anfang August
Die Kantonspolizei St.Gallen stellt jüngst wieder eine Zunahme von Telefonbetrügen fest, bei denen es zu Geldübergaben kam. Allein seit Anfang August gingen Anzeigen in neun vollendeten Fällen ein. Die Deliktsumme dieser Fälle wird nach ersten Tatbestandsaufnahmen auf rund 750’000 Franken geschätzt.
Auch nach einer Übergabe: Unbedingt melden
Wer von einem solchen Betrug betroffen ist oder bereits Geld oder Wertgegenstände übergeben hat, soll sich so rasch wie möglich bei der Polizei melden. Auch nach einer erfolgten Übergabe kann eine Meldung wichtige Ermittlungsansätze liefern. Besteht weiterhin Kontakt zur Täterschaft, soll umgehend die Notrufnummer 117 gewählt werden.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo SG
