Nach mehreren Schockanrufen bei älteren Menschen ist am Mittwoch, 16. September 2026, in Thusis ein 31-jähriger Tatverdächtiger festgenommen worden. Die Täter erbeuteten mehrere Tausend Franken und Wertsachen.
Eine rasche Meldung einer Privatperson an die gemeinsame Alarmzentrale (CECAL) sowie die unmittelbar eingeleiteten Ermittlungen ermöglichten es der Polizei, den Tatverdächtigen auf seiner Fahrt Richtung Norden zu lokalisieren.
Einsatzkräfte der Kantonspolizei Graubünden stoppten den 31-jährigen tschechischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Tschechien schliesslich in Thusis. An der Fahndung war auch die Gemeindepolizei Chiasso beteiligt.
Nach bisherigen Erkenntnissen gaben sich die Betrüger am Telefon als Personen aus dem medizinischen Bereich aus. Den älteren Opfern wurde vorgetäuscht, dass ein Angehöriger schwer erkrankt sei und dringend eine hohe Geldsumme für dessen Behandlung benötigt werde.
Durch den aufgebauten Zeitdruck brachten die Täter ihre Opfer dazu, verfügbares Bargeld und zu Hause aufbewahrte Wertgegenstände auszuhändigen. Dabei wurden mehrere Tausend Franken sowie verschiedene Wertsachen erbeutet.
Dem 31-Jährigen wird mehrfacher Betrug vorgeworfen. Die Ermittlungen werden von Staatsanwältin Chiara Buzzi koordiniert.
Die Kantonspolizei Tessin weist zudem darauf hin, dass solche Schockanruf-Betrügereien in den vergangenen Wochen wieder vermehrt aufgetreten sind.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo TI
