In den Alpen blästschon die gesamte Woche der Föhn, heute erreichte er einen vorläufigen Höhepunkt. Am Nachmittag und auch heute Abend noch greift er in der Zentral- und Ostschweiz bis weit ins Flachland hinaus. Selbst im Zürcher Unterland gab und gibt es zur Stunde Windspitzen zwischen 60 und 75 km/h. Auch weiter westlich ging es in den letzten Stunden turbulentzu und her!
Von Frankreich her näherte sich am Nachmittag eine Kaltfront, durch die straffe südlichen Höhenströmung verlagerte sie
sich aber kaum noch ostwärts. In einer ersten Welle sorgte sie zwischen dem Genfersee, dem Jura und vor allem in Ajoia für
Regengüsse und Gewitter. Von Ajoia aus verlagerte sich eine besonders blitzaktive Zelle nordwärts in die Vogesen und zum
Oberrhein. In einer zweiten Welle bildeten sich durch die Labilisierung zwischen dem Berner Seeland, dem Napfgebiet und
dem zentralen Mittelland einige Gewitterzellen, welche von dort in die Nordwestschweiz und den Schwarzwald zogen.
Eine letzte Schauer- und Gewitterzone verlagert sich eben über die Region Bern in Richtung Jura und Schwarzwald. Begleitet
wurden diese Schauer und Gewitter von stürmisch auffrischendem Südwestwind, zum Teil gab es Windspitzen von über 100
km/h. Auf den Jurahöhen gibt es bis zur Stunde noch zum Teil schwere Orkanböen. In der Nacht lässt der Wind im Westen
rasch nach, der Föhn zieht sich aus dem Flachland wieder in die Alpen zurück. Dort bläst er bis morgen Abend weiter und
erreicht dabei in den Föhntälern Spitzen zwischen 70 und 110 km/h. Wahrscheinlich wird er auch morgen im Laufe des
Tages wieder bis ins Flachland ausgreifen und so erneut für frühsommerliche Temperaturen sorgen.

