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Ungelöst – Zodiac Killer – Warum der Fall bis heute ungeklärt ist

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Das Bild zeigt ein Phantombild mit einem Mann, der eine Brille trägt. Er hat kurzes Haar und einen neutralen Gesichtsausdruck.
Phantombild des mutmasslichen Zodiac Killers, erstellt nach Zeugenaussagen im Jahr 1969 (Bildquelle: San Francisco Police Department )

Vier bestätigte Morde, rätselhafte Briefe und verschlüsselte Botschaften. Doch bis heute kennt niemand die wahre Identität des Zodiac Killers. Im dritten und letzten Teil unserer Serie werfen wir einen Blick auf die jahrelangen Ermittlungen und die bekanntesten Verdächtigen.

Die Suche nach dem Unbekannten

Nach den Morden und den zahlreichen Briefen begann eine der umfangreichsten Ermittlungen der amerikanischen Kriminalgeschichte. Zeugen lieferten unterschiedliche Beschreibungen des Täters. Die Überlebenden Mike Mageau und Bryan Hartnell sowie die beiden Polizisten, die den mutmasslichen Täter kurz nach dem Mord an Taxifahrer Paul Stine gesehen hatten, beschrieben einen kräftigen Mann mit braunen Haaren und einem Alter zwischen Mitte 20 und Mitte 40 Jahren. Zwar unterschieden sich einzelne Angaben, insgesamt ergab sich jedoch ein ähnliches Bild.
Neben Zeugenaussagen werteten die Ermittler Fingerabdrücke, Schuhspuren, Handschriften und später auch DNA-Spuren aus. Trotz jahrzehntelanger Ermittlungen gelang es jedoch nie, den Täter zweifelsfrei zu identifizieren.
Das Bild zeigt das Gesicht eines Mannes in einem älteren, schwarz-weißen Porträt. Er schaut direkt in die Kamera mit einem neutralen Gesichtsausdruck.
Arthur Leigh Allen im Jahre 1967 (Bildquelle: Wikimedia Commons (Original: State of California))

Arthur Leigh Allen – Der bekannteste Verdächtige

Kaum ein Name ist so eng mit dem Zodiac-Fall verbunden wie Arthur Leigh Allen. Der ehemalige Lehrer aus Vallejo geriet bereits früh in den Fokus der Ermittler und blieb über rund zwei Jahrzehnte einer ihrer wichtigsten Verdächtigen. Seine Wohnungen wurden mehrfach durchsucht und Allen wiederholt vernommen.
Zu den Indizien gegen ihn zählte unter anderem, dass er eine Armbanduhr der Marke Zodiac besass. Deren Fadenkreuz-Logo ähnelte dem Symbol, mit dem der Zodiac Killer seine Briefe unterzeichnete. Zudem war Allen bereits wegen des sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen verurteilt worden und hatte eine Haftstrafe verbüsst.
Obwohl verschiedene Indizien gegen ihn sprachen, konnte nie ein belastbarer Beweis erbracht werden. Handschriftenvergleiche ergaben keine Übereinstimmung mit den Zodiac-Briefen. Auch Fingerabdrücke und spätere DNA-Untersuchungen führten zu keinem eindeutigen Ergebnis.
Eine Illustration zeigt eine Zodiac-Taucheruhr mit robustem Design und einem Metallarmband. Der Text beschreibt ihre wasserfeste Qualität und Popularität.
Werbung für eine Zodiac-Taucheruhr mit Metallarmband (Bildquelle: Wikimedia Commons (Original: Zodiac-Werbeanzeigen))
Der pensionierte Handschriftenexperte Lloyd Cunningham erklärte später, keine der zahlreichen Schriftproben Allens komme der Handschrift des Zodiac Killers auch nur annähernd nahe. Der langjährige Ermittler Dave Toschi fasste die Beweislage mit den Worten zusammen, sämtliche Hinweise gegen Allen hätten sich letztlich als negativ erwiesen.
Arthur Leigh Allen starb 1992, ohne jemals wegen der Zodiac-Morde angeklagt worden zu sein.

Gary Francis Poste sorgt für neue Schlagzeilen

Mehr als 50 Jahre nach den ersten Morden rückte der Fall erneut in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Im Oktober 2021 erklärte die private Ermittlergruppe Case Breakers, den Zodiac Killer identifiziert zu haben. Nach ihrer Auffassung handelte es sich um den bereits 2018 verstorbenen Gary Francis Poste.
Die Gruppe stützte ihre Theorie unter anderem auf angebliche Übereinstimmungen zwischen Postes Gesichtszügen und den Phantombildern sowie auf weitere Indizien. Zudem vermuteten die Ermittler einen Zusammenhang zwischen Poste und dem Mord an der 18-jährigen Studentin Cheri Jo Bates, die 1966 in Riverside getötet worden war.
Die Ermittlungsbehörden widersprachen jedoch. Das FBI erklärte, der Fall sei weiterhin ungeklärt und es gebe keine neuen Erkenntnisse, die eine Identifizierung des Täters bestätigten. Auch örtliche Strafverfolgungsbehörden äusserten Zweifel an den Schlussfolgerungen der Case Breakers und betonten, dass es sich lediglich um Indizien handle.
Hinzu kommt, dass die Polizei von Riverside im Jahr 2021 mitteilte, sie sei überzeugt, dass Cheri Jo Bates nicht Opfer des Zodiac Killers geworden sei. Damit fehlt auch einer der wichtigsten Bausteine der Theorie um Gary Francis Poste.

Weitere Theorien und offene Fragen

Im Laufe der Jahrzehnte wurden zahlreiche weitere Personen mit dem Zodiac-Fall in Verbindung gebracht. Teilweise entstanden auch Theorien, wonach nicht alle Briefe vom selben Verfasser stammen oder einzelne Morde gar nicht demselben Täter zuzuordnen seien.
Gesicherte Beweise für diese Annahmen gibt es jedoch nicht. Die Ermittlungsbehörden halten bis heute daran fest, dass der Fall ungelöst ist.

Warum der Fall bis heute ungeklärt bleibt

Mehr als fünf Jahrzehnte nach den ersten Taten existieren zwar Fingerabdrücke, Zeugenaussagen, Schuhabdrücke und DNA-Spuren, doch keine dieser Erkenntnisse konnte bislang eindeutig einem Verdächtigen zugeordnet werden.
Erschwerend kommt hinzu, dass bis heute nicht zweifelsfrei feststeht, welche Briefe tatsächlich vom Zodiac Killer stammen und welche Taten ihm sicher zugerechnet werden können. Dadurch blieb der Fall über Jahrzehnte von Spekulationen und neuen Theorien begleitet.

Ein Rätsel, das bis heute fasziniert

Der Zodiac Killer zählt bis heute zu den bekanntesten ungelösten Kriminalfällen der Welt. Seine Mordserie, die verschlüsselten Botschaften und die gezielte Kommunikation mit den Medien machten ihn zu einer der rätselhaftesten Figuren der Kriminalgeschichte.
Auch moderne kriminaltechnische Methoden konnten die Identität des Täters bislang nicht klären. Mehr als 55 Jahre nach den ersten Morden hoffen Ermittler und Angehörige deshalb noch immer auf den entscheidenden Hinweis.
Wer sich hinter dem Namen „Zodiac“ verbarg, gehört bis heute zu den grössten ungelösten Rätseln der internationalen Kriminalgeschichte.

Kategorien:

Ungelöste Fälle

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