Unterschächen UR – Gletscher gibt Flugzeugwrack von 1963 frei
Redaktion Polizeiticker Schweiz
Am Hüfifirngletscher bei Unterschächen sind Wrackteile eines vermutlich 1963 abgestürzten Flugzeugs aufgetaucht. Am Donnerstag, 3. September 2026, wurden rund 250 Kilogramm Material aus dem Gletscher geborgen.
Ein Berggänger hat die Kantonspolizei Uri darüber informiert, dass beim Hüfifirngletscher mehrere Wrackteile, vermutlich eines Flugzeugs, aus dem Gletscher freigelegt worden waren.
Die Kantonspolizei Uri nahm daraufhin Kontakt mit der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) auf. Die anschliessenden Abklärungen der SUST ergaben, dass es sich bei den Wrackteilen um Leichtmetall eines Flugzeuges handelt.
Eine eindeutige Identifizierung des Flugzeugs war bis jetzt, auch aufgrund der fehlenden Hauptkomponenten wie z.B. dem Motor, noch nicht möglich. Es handelt sich jedoch mit grösster anzunehmender Wahrscheinlichkeit um ein Flugzeug, welches im Jahr 1963 dort abgestürzt war.
Am Donnerstag, 3. September 2026, wurden die aufgefundenen Wrackteile geborgen. Die Bergung wurde durch die SUST organisiert. Dabei standen auch ein privates Helikopter- und ein weiteres privates Transportunternehmen sowie die Kantonspolizei Uri und das Gebirgsdetachement der Schweizer Luftwaffe im Einsatz.
Insgesamt konnten rund 250 Kilogramm Material geborgen werden. Die Teile werden durch einen Recyclingbetrieb fachgerecht entsorgt.
Die Wrackteile waren nach dem Unfall im Jahr 1963 nicht geborgen worden. Dies war bei Unfällen in schwer zugänglichem alpinem Gelände aufgrund der damals beschränkten technischen Möglichkeiten nicht ungewöhnlich. Erst durch das Abschmelzen des Gletschers wurden die Überreste nach mehr als 60 Jahren wieder sichtbar.
Hinweise für Berggängerinnen und Berggänger
Wer auf einem Gletscher oder im alpinen Gelände auf Wrackteile oder andere auffällige Gegenstände stösst, wird gebeten, den Fundort möglichst genau zu markieren und die Kantonspolizei Uri zu informieren. Die Gegenstände sollten möglichst nicht berührt oder verschoben werden.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo UR

