Nach den Unwettern der letzten Tage muss Italien eine traurige Bilanz ziehen. Über 30 Menschen sind den Unwettern zum Opfer gefallen.
In Sizilien kamen in der Nacht zum Sonntag mindestens zwölf Menschen ums Leben. Neun Personen allein in einem Landhaus in der Nähe von Palermo. In Teilen Italiens gelten immer noch Sturmwarnungen.
Bei den Toten aus Palermo handelt es sich um zwei Familien, die das Wochenende in einem Landhaus in Casteldaccia verbringen wollten. Der kleine Fluss Milicia trat über seine Ufer und die Familien waren gefangen in dem Haus. Schlamm und Wasser versperrten ihnen den Ausweg. Unter Ihnen drei Kinder, eines davon gerade erst ein Jahr alt, ein weiteres drei Jahre alt und eins 15 Jahre alt. Alle starben in dieser Nacht wie auch sechs Erwachsene.
In der Gemeinde Vicari kam ein 44-jähriger Tankstellenbetreiber ums Leben, als er auf dem Weg war, einem seiner Mitarbeiter zu helfen. Auch wird ein 40-jähriger Arzt vermisst, der sich auf dem Weg in das Krankenhaus von Corleone befand und sein Auto wegen dem Unwetter zurückliess. Ein Mann und eine Frau wurden weiter südlich tot in einem Auto gefunden.
In Venedig stand das Wasser noch nie so hoch. Der Markusplatz stand 1,56 Meter unter Wasser. In Venetien wurden zahlreiche Bäume entwurzelt und vom Fluss Piave mitgerissen. In Italien herrscht der Ausnahmezustand. Italiens Ministerpräsident Matteo Salvini versprach den betroffenen Regionen 200 - 250 Millionen Euro Soforthilfe für den Wiederaufbau.

