Im Kanton Basel-Stadt sind inzwischen 28 Fälle der Legionärskrankheit nachgewiesen worden. Eine Person ist verstorben, 26 Erkrankte mussten hospitalisiert werden.
Vor dem Wochenende möchte das Gesundheitsdepartement über den aktuellen Stand zum Legionellenausbruch informieren. Wie zu erwarten war, sind weitere Infektionen hinzugekommen. Dennoch erachtet das Gesundheitsdepartement die grösste Gefahr im Moment als gebannt.
Das Kantonale Laboratorium hat im Verlaufe der Woche Proben in den Wohnungen der Erkrankten entnommen. Die ersten Resultate weisen auf Legionellenwerte unter dem Höchstwert hin.
Schliesslich hat das Gesundheitsdepartement eine Webseite mit Informationen und den häufigsten Fragen und Antworten zusammengestellt.
Am vergangenen Montag hat das Gesundheitsdepartement über ein gehäuftes Auftreten der sogenannten Legionärskrankheit informiert (Medienmitteilung vom 3. August 2026). Es handelt sich dabei um Lungenentzündungen, die durch das Bakterium Legionella pneumophila verursacht werden.
Die Ansteckung erfolgt über das Einatmen von zerstäubten Wassertropfen, die Legionellen enthalten. Die Krankheit wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen.
Aktueller Stand der Erkrankungen
Mit Stand Freitag, 7. August 2026, 9.30 Uhr, wurden im Kanton Basel-Stadt bisher 28 Krankheitsfälle nachgewiesen. Gegenüber Montag, 3. August 2026, sind somit 2 neue Fälle hinzugekommen.
Von den 28 Erkrankten mussten 26 Personen hospitalisiert werden; aktuell befinden sich noch 3 Personen in Spitalpflege.
Bei total 7 Personen der 28 Erkrankten war eine Behandlung auf der Intensivstation notwendig. Aktuell benötigt keine Person Intensivpflege.
Eine Person ist leider verstorben.
Da die Inkubationszeit bis zehn Tage betragen kann, sind neue Fälle nicht ausgeschlossen.
Vorgehen und Massnahmen der Behörden
Wie das Gesundheitsdepartement bereits am Montag bekannt gegeben hat: Nach dem Auffinden und Stilllegen einer Quelle mit sehr hoher Bakterienlast, die zum Verteilungsmuster der meisten Erkrankungen passt, ist die grösste Gefahr gebannt.
Das Kantonale Laboratorium arbeitet weiterhin daran, weitere Kühltürme in den Quartieren zu identifizieren. Es wird nächste Woche zeitnah weitere Beprobungen durchführen.
Diese Woche haben zudem einige Nachkontrollproben stattgefunden, deren Resultate noch nicht vorliegen.
In den Wohnungen der erkrankten Personen wurden zudem seit Dienstag Wasserproben entnommen oder werden noch entnommen.
Erste Resultate zeigen: Die Zahl und Art der Legionellen in den bereits beprobten Wohnungen weisen darauf hin, dass die Ansteckungsquelle nicht in der Wohnung der Erkrankten liegt oder lag und dass die Anzahl und Art dieser Legionellen nicht gesundheitsgefährdend ist.
Das Gesundheitsdepartement wird zu weiteren Resultaten kommunizieren, sobald dies möglich ist.
Webseite für die Bevölkerung
Das Gesundheitsdepartement hat schliesslich eine Webseite eingerichtet mit Informationen und den häufigsten Fragen und Antworten, welche sie unter diesem Link aufrufen können.
Verhaltensempfehlung
Für gesunde Personen ist das Risiko einer Erkrankung insgesamt gering. Wer möglicherweise in Kontakt mit Legionellen gekommen ist, aber keine Beschwerden hat, muss nichts weiter unternehmen.
Personen, welche Symptome haben wie Atemnot, Fieber, starker Husten, Symptome also einer Lungenentzündung, werden gebeten, sich an ihre Hausärztin oder den Hausarzt zu wenden.
Hinweise
Auf den Aufruf des Gesundheitsdepartements von vergangenen Montag, dass sich Betriebe mit Kühltürmen melden, haben sich bisher zwei Betriebe gemeldet. Vielen Dank dafür.
Betreiber grösserer industrieller Anlagen, die mit einem Rückkühler mit Nasskühlung betrieben werden, können sich weiterhin freiwillig beim Kantonalen Laboratorium (sekr.kantonslabor@bs.ch) melden, damit Abklärungen und Beprobungen koordiniert werden können.
Die Legionärskrankheit zeigt in der Schweiz weiterhin erhöhte Melderaten. Nach einem pandemiebedingten Rückgang stieg die Inzidenz 2025 erneut an. Ob sich dieser langfristige Aufwärtstrend fortsetzt, ist offen.
Quelle der Nachricht: Kanton Basel-Stadt


