Der 30-jährige Jackson E., soll seinen sieben Monate alten Sohn, gewaltsam eine Trinkflasche in den Mund gedrückt haben. Laut Obduktionsbericht sind weitere Verletzungen als Todesursache aufgeführt. Jetzt muss er sich vor dem Landgericht Aachen verantworten.
Die Staatsanwältin äusserte vor dem Aachener Landgericht : “Weil das Kind sich beim Füttern gewehrt und geschrien hat, ist er gewalttätig geworden”. Aus diesem Grund wird Jackson E. wegen Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt. Seit seiner ersten Vernehmung bestreitet der 30-jährige die Tat und behauptet zur Tatzeit nicht zuhause gewesen zu sein.
Ein Schädelbruch durch Gewalteinwirkung gilt laut Obduktion als Todesursache des Kleinkinds. Der sieben Monate alte Junge litt an Bronchitis, Schluckproblemen und hat schlecht gegessen. Am Morgen des 6. Mai 2018 musste die Mutter zum Frauenarzt. Sie habe Jason und seinen Zwillingsbruder Joseph in der Obhut des Vaters gelassen, sagte sie vor Gericht aus.
Als die Mutter zwei Stunden später zurückkehrte, sei ihr Mann gerade dabei gewesen, den Zwillingsbruder Joseph zu füttern. Jason hätte äusserlich unversehrt im Bett gelegen und noch getrunken. Zwei Tage darauf habe die Mutter den kleinen Jason blau angelaufen in seinem Bett gefunden. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.
Der 30-jährige Afrikaner lebt in Köln, seine Frau und die gemeinsamen Kinder im 60 Kilometer entfernten Eschweiler. Während den Besuchen bei seiner Familie, sei immer wieder aufgefallen, dass er im Umgang mit den Kindern ungeduldig und aggressiv gewesen sei. Auch seine Frau soll er geschlagen haben. Die Mutter tritt im Prozess gegen ihren Mann als Nebenklägerin auf.
Für die Tat gibt es wohl keinen direkten Zeugen. Es dürfte also ein schwieriges Verfahren werden.

