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Veloverkehr in Basel steigt seit 2010 um 75 Prozent

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Eine Gruppe von Menschen fährt mit Fahrrädern auf einem städtischen Radweg. Sie tragen verschiedene Freizeitkleidung, und es sind keine Fahrzeuge ohne Rad zu sehen.

Symbolbild – Radfahren in der Stadt (Bildquelle: mirceaianc auf Pixabay)

Im Kanton Basel-Stadt waren 2025 deutlich mehr Velofahrer unterwegs. Gleichzeitig nahm wegen der Baustelle auf der Osttangente der Autoverkehr auf den Stadtstrassen zu.

In Basel-Stadt gibt es zahlreiche Verkehrszählstellen. Diese erfassen, wo wie viele Autos, Velos oder Fussgängerinnen und Fussgänger unterwegs sind. Auch die Transportunternehmen erfassen die Zahl der Fahrgäste. Aus diesen Daten erstellt das Amt für Mobilität einmal jährlich den aktuellen Verkehrsindex für den Kanton. Nachdem der Veloverkehr 2024 erstmals seit Jahren stagniert hatte, legte er im vergangenen Jahr wieder kräftig zu (+10 Prozentpunkte).
Eine Grafik zeigt die Entwicklung von Verkehrsindexen für verschiedene Transportarten von 2010 bis 2025 mit Linien und Symbolen.

Verkehrsentwicklung 2010 bis 2025 (Bildquelle: Kanton Basel-Stadt)

Damit setzte sich der Trend aus den früheren Jahren fort: Seit 2010 legte der Veloverkehr im Kanton um insgesamt 75% zu. Um dem Bedürfnis der Velofahrenden nach sicheren und komfortablen Veloverbindungen nachzukommen, baut der Kanton diese in den kommenden Jahren konsequent aus.
Ein geteiltes Bild zeigt sich beim Blick auf den Autoverkehr: Auf den Autobahnen im Kantonsgebiet ging dieser gegenüber dem Vorjahr markant um 19 Prozentpunkte zurück. Auslöser für den Rückgang ist die Baustelle des Bundes auf der Osttangente. Da ein Teil des Verkehrs auf die Stadtstrassen auswich, nahm der Autoverkehr hier im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozentpunkte zu. Damit lag der Wert noch 1 Prozentpunkt unter dem Niveau von 2019.
Das Ziel des Umweltschutzgesetzes, dass der motorisierte Verkehr gegenüber 2019 nicht zunehmen darf, wird somit nach wie vor eingehalten. Anders sieht dies bei den Klimazielen des Kantons aus: Gemäss Klimastrategie muss der motorisierte Individualverkehr (MIV) im Kanton bis 2037 gegenüber 2019 ausserhalb der Autobahnen um ein Drittel zurückgehen. Dieses Ziel ist ohne weitere Massnahmen kaum noch zu erreichen. Ebenfalls praktisch nicht mehr zu erreichen ist das Ziel des Kantons, dass bis 2030 jedes fünfte Auto umweltschonend sein soll. Ihr Anteil hat im vergangenen Jahr nur minim von 1.3% auf 1.4% zugelegt. Der Trend zu grösseren und schwereren Personenwagen ist ungebrochen.
Gemäss Umweltschutzgesetz müssen bis 2050 alle Verkehrsmittel umweltschonend sein. Als umweltschonend gelten Fahrzeuge, die emissionsarm (d.h. Abgasnorm für Neufahrzeuge erfüllt), klimaschonend (d.h. im Betrieb ohne CO2-Ausstoss) und ressourcenschonend sind (d.h. Personenwagen leichter als 1'700 kg und Energieeffizienzklasse A).
Die Zahlen zum Autoverkehr zeigen, dass die Zunahme auf den Stadtstrassen den Rückgang auf der Autobahn letztes Jahr nicht ausgeglichen hat: Der Autoverkehr auf dem Kantonsgebiet ging im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 3 Prozent zurück.
Der Öffentliche Verkehr wurde auch im vergangenen Jahr wieder etwas stärker genutzt (plus 1 Prozentpunkt gegenüber Vorjahr). Die Nachfrage liegt aber nach wie vor unter dem Niveau, das sie vor der Pandemie erreichte – konkret liegt der Wert noch 7 Prozentpunkte unter jenem von 2019. In Basel waren die Menschen weitgehend gleich oft zu Fuss unterwegs wie im Vorjahr.
Quelle der Nachricht: Kanton Basel-Stadt

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Veloverkehr in Basel steigt seit 2010 um 75 Prozent