Das organisierte Verbrechen macht vor nichts Halt. Um Versicherungen zu betrügen, liessen sich Personen Körperteile bewusst gravierend verletzen. Den Versicherungen wurden jeweils fiktive Autounfälle vorgegaukelt, für deren Schäden sie hohe Geldsummen bezahlten. Erst als ein "Opfer" gestorben ist, flog der tragische Schwindel auf.
Zwei kriminelle Vereinigungen in Palermo (it) haben "Opfern" die mitmachten oder einfach verzweifelt waren, Ihre Betrugsdienste angeboten. Sie zerstümmelten gesunden Menschen Körperteile oder verletzten sie sonst gravierend. Mit diesem Vorgehen konnten sie grosse Geldsummen bei den Versicherungen ergaunern.
Doch wie machten sie das? Sie gaben fiktive Autounfälle vor, die sie mit geschmierten Zeugen belegten. So konnten Summen zwischen 100'000 und 150'000 Euro pro Fall ergaunert werden. Die "Opfer" waren meist sozial sehr schwache Menschen, die verzweifelt Geld brauchten.
Der ganze Betrug ist aufgeflogen, weil einer der Komplizen an den Folgen einer schweren Fraktur, die man ihm zugefügt hat, gestorben ist . Anfänglich glaubte man, dass dieser Todesfall durch einen Autounfall erfolgt ist.
Mit schweren Gusseisen, wie sie an Hantelbänken montiert sind, wurden die Personen brutal verletzt. Die Verbrecher warfen ihne die schweren Gegenstände auf Beine, Arme, den Oberkörper oder sogar an den Kopf. So entstanden schreckliche Verletzungen. Viele dieser "Opfer" landeten im Rollstuhl. Damit die "Opfer" nicht zu laut schreiten, wurden diesen Betäubungsmittel gespritzt.
In Folge der Ermittlungen konnten 11 Personen durch die Polizei verhaftet werden.

