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Verursachen Casinos mehr Kriminalität?

R.S.

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Verursachen Casinos mehr Kriminalität?

Die Frage, ob Casinos - oder Glücksspiele ganz allgemein - zu mehr Kriminalität führen, beschäftigt die Polizei bereits seit vielen Jahrzehnten.

Glücksspiele gibt es wohl schon so lange, wie es Menschen gibt. Bereits vor vielen Jahrtausenden wurde von Menschen um Geld oder um andere Dinge gespielt, allerdings waren die Autoritäten in den grossen Reichen der Geschichte niemals besonders glücklich über solche Spiele.
Schon in historischen Quellen kann man immer wieder nachlesen, dass Glücksspiele dafür sorgen, dass die Gesellschaft kriminell wird, zudem haben schon viele Autoren vor den möglichen negativen Folgen solcher Spiele gewarnt.
Bis heute hat sich daran wenig geändert, noch immer gibt es das Gerücht, dass Casinos sowie andere Anbieter von Glücksspielen dafür sorgen, dass es mehr Kriminalität gibt.
Natürlich lässt sich das kaum anhand von Statistiken belegen. Zudem hätte die enorme Verbreitung von Casinos im Internet gerade in den vergangenen Jahren dann zu einem starken Anstieg der Kriminalität führen müssen, zu dem es jedoch nicht gekommen ist.
Ein sehr guter Überblick über viele dieser Anbieter gibt es etwa unter http://www.casinoverzeichnis24.com, dort finden sich auch zahlreiche Informationen rund um die Möglichkeiten, die man bei Glücksspielen im Internet hat.
In manchen Fällen kommt es allerdings auf die Perspektive an. So können Glücksspiele durchaus im Zusammenhang mit Kriminalität stehen, allerdings sollte dieser Aspekt gut erläutert werden.
In der Schweiz hat es zwischen 2010 und 2014 zwar einen Anstieg bei den Ermittlungen wegen illegalen Glücksspiels gegeben, allerdings auf einem relativ niedrigen Niveau. Während es 2010 noch rund 60 Verfahren im ganzen Land gab, lag die Zahl 2014 bereits doppelt so hoch, was jedoch immer noch nicht sehr bedeutend ist.
Das bedeutet jedoch nicht, dass illegale Glücksspiele nicht mit enormen Summen in Verbindung stehen würden. Allein mit illegalen Wetten werden in der Schweiz pro Jahr mehr als 500 Millionen Franken umgesetzt, ein grosser Teil dieses Geldes bleibt bei den Veranstaltern hängen.
Für organisierte Kriminelle sind illegale Glücksspiele also durchaus sehr verlockend, zumal die Spieler selbst bei einem Betrug nur in den seltensten Fällen zur Polizei gehen.
Für den Staat sind illegale Glücksspiele aus zwei Gründen ein grosses Problem. Zum einen soll die Bevölkerung natürlich vor den negativen Folgen von Glücksspielen geschützt werden, vor allem Spielsucht ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Aspekt.
Zum anderen haben viele Staaten ein Monopol auf die Veranstaltung von Glücksspielen in Casinos oder im Rahmen von Lotterien. Das bedeutet zugleich, dass Casinos eine wichtige Einnahmequelle für den Staat sind, so auch in der Schweiz.
Aufgrund der immer grösseren Konkurrenz aus dem Internet ist der Umsatz in den Casinos in der Schweiz in den vergangenen Jahren jedoch kontinuierlich gesunken. Alles in allem dürfte eine grössere Zahl von Casinos somit nicht zu mehr Kriminalität führen.
Aus der Sicht der Polizei ist jedoch vor allem die Verbindung mit anderen Verbrechen wichtig, zudem können die Einnahmen durch illegale Glücksspiele dem organisierten Verbrechen bei der Finanzierung der eigenen Aktivitäten helfen. Aus der Sicht der staatlichen Behörden sind zudem viele Glücksspiele allein schon deshalb illegal, weil sie nicht über eine Lizenz aus der Schweiz verfügen, obwohl diese Spiele in anderen Ländern legal sind.
Früher wäre das kaum ein Problem gewesen, mittlerweile sind solche Angebote über das Internet jedoch von überall aus zugänglich, sodass sich die Lücken bei der Lizenzierung von Glücksspielen mittlerweile an vielen Stellen zeigen.

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