(Symbolbild) (Bildquelle: Adobe Stock - industrieblick)
Der saisonale Reifenwechsel ist mehr als Routine: Er beeinflusst Bremsweg, Verschleiss und Sicherheit im Strassenverkehr.
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Die bekannte Faustregel lautet: „Von O bis O“ – Ostern bis Oktober. In dieser Zeit sind Sommerreifen die bessere Wahl. Doch das Wetter hält sich nicht immer an Kalenderregeln: Späte Schneefälle oder frühe Kälteeinbrüche können den Wechsel verzögern oder vorziehen. Deshalb gilt: Immer die aktuellen Bedingungen im Blick behalten.
Eine zusätzliche Orientierung bietet die Temperatur: Über 7 °C sind Sommerreifen sinnvoll, unter 7 °C Winterreifen.
Warum der Wechsel so wichtig ist
Viele unterschätzen den Unterschied zwischen Sommer- und Winterreifen. Dabei kann er entscheidend sein:
- Bremsweg: Tests zeigen, dass ein Auto mit Winterreifen bei 100 km/h rund 10 Meter später zum Stillstand kommt als mit Sommerreifen.
- Verschleiss: Winterreifen nutzen sich bei warmen Temperaturen deutlich schneller ab.
- Spritverbrauch: Durch höheren Rollwiderstand steigt der Treibstoffverbrauch.
Kurz gesagt: Mit den falschen Reifen unterwegs zu sein, kostet nicht nur Geld, sondern kann auch gefährlich werden.
Profiltiefe: Kleine Millimeter, grosse Wirkung
Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm, doch Experten empfehlen deutlich mehr:
- Sommerreifen: Wechsel ab 3 mm
- Winterreifen: Wechsel ab 4 mm
Gerade bei Nässe oder Schnee entscheidet die Profiltiefe darüber, wie gut Ihr Fahrzeug auf der Strasse haftet.
So halten Ihre Reifen länger
Mit ein paar einfachen Massnahmen lässt sich die Lebensdauer deutlich verlängern:- Reifendruck regelmässig prüfen
- Vorausschauend fahren und starkes Bremsen vermeiden
- Reifen bei Unsicherheit vom Fachmann kontrollieren lassen
Fazit
Der Reifenwechsel ist kein lästiger Pflichttermin, sondern ein entscheidender Beitrag zur Verkehrssicherheit. Wer rechtzeitig handelt, fährt nicht nur sicherer, sondern auch wirtschaftlicher.


