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Waldbrandgefahr in der Schweiz – Das bedeuten die Gefahrenstufen

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Die Karte zeigt die Schweiz mit farblich markierten Regionen, die die Gefahrenstufen für Waldbrände darstellen. Besonders in Graubünden und Liechtenstein ist die Gefahr sehr hoch.
Karte der Schweiz zeigt aktuelle Waldbrandgefahrenstufen (Bildquelle: Bundesamt für Umwelt (BAFU))

Niederschlagsarme Wochen und anhaltende Hitze sorgen in der Schweiz bereits früh im Sommer für eine aussergewöhnlich hohe Trockenheit. Die Folge sind steigende Waldbrandgefahren und regionale Feuerverbote. Wir erklären, was die fünf Gefahrenstufen bedeuten.

In diesem Jahr fällt die Trockenheit in vielen Regionen bereits ungewöhnlich früh und besonders ausgeprägt aus. Niederschlagsarme Wochen und anhaltend hohe Temperaturen haben die Vegetation vielerorts stark ausgetrocknet. Entsprechend warnen die Behörden zunehmend vor einer erhöhten Waldbrandgefahr und erlassen regional Feuerverbote.
Die meisten Waldbrände entstehen nicht durch die Natur, sondern durch den Menschen. Rund 90 Prozent aller Brände werden laut Behörden durch Unachtsamkeit verursacht – etwa durch weggeworfene Zigaretten, nicht vollständig gelöschte Grillfeuer oder Funkenflug. Nur etwa 10 Prozent gehen auf natürliche Ursachen wie Blitzeinschläge zurück.
Besonders hoch ist die Waldbrandgefahr nach schneearmen Wintern, bei längeren Trockenperioden, Sommerhitze und starkem Wind. In der Schweiz gelten vor allem Wallis, Graubünden, das Tessin sowie Föhntäler als besonders gefährdet.

Die fünf Waldbrand-Gefahrenstufen im Überblick

Stufe 1 – Keine oder geringe Gefahr
Waldbrände sind unwahrscheinlich. Dennoch sollten Zigaretten und Streichhölzer nie im Wald entsorgt und Feuer beim Verlassen vollständig gelöscht werden.
Stufe 2 – Mässige Gefahr
Bodenfeuer sind möglich. Feuerstellen dürfen nur mit Vorsicht genutzt und Glut vollständig gelöscht werden.
Stufe 3 – Erhebliche Gefahr
Die Brandgefahr ist deutlich erhöht. Feuer sollten ständig überwacht und behördliche Feuerverbote unbedingt beachtet werden.
Stufe 4 – Grosse Gefahr
Brände können sich rasch ausbreiten und auf Baumkronen übergreifen. Offenes Feuer sollte insbesondere bei Wind vermieden werden. Es gelten häufig Feuerverbote.
Stufe 5 – Sehr grosse Gefahr
Es besteht höchste Waldbrandgefahr. Offenes Feuer im Freien ist zu unterlassen. Bereits kleine Funken können grossflächige Brände auslösen.

So lässt sich Waldbrand vermeiden

  • Keine brennenden Zigaretten oder Streichhölzer wegwerfen.
  • Grill- und Lagerfeuer nie unbeaufsichtigt lassen.
  • Glut vor dem Verlassen vollständig mit Wasser löschen.
  • Feuerverbote und Anweisungen der Behörden konsequent befolgen.
Schon eine kleine Unachtsamkeit kann ausreichen, um einen Waldbrand auszulösen. Verantwortungsvolles Verhalten hilft, Mensch, Tier und Natur zu schützen.
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