Die vom Bundesamt für Statistik veröffentlichte Kriminalitätsstatistik 2019 zeigt, dass das Sicherheitsniveau im Wallis weiterhin hoch ist. Deutlich unter dem schweizerischen Durchschnitt der begangenen Straftaten auf 1’000 Einwohner liegend, wurde im Jahr 2019 kein einziges Tötungsdelikt verzeichnet.
Im Jahr 2019 wurden 16’838 Straftaten im Wallis registriert. Davon beziehen sich
die Straftaten nach dem Strafgesetzbuch auf 11’771. Noch im Jahr 2012 bezifferten
sich diese Widerhandlungen auf 18'368. So wurde beispielsweise von 100
Raubüberfällen, welche im vergangenen Jahr in der Schweiz begangen wurden, nur
einer im Wallis verzeichnet. Von 100 Einbrüchen, die 2019 in der Schweiz begangen
wurden, fielen drei auf unseren Kanton. Im Jahr 2019 fiel die Aufklärungsrate bei
schweren Straftaten - mit 95,3% für Leib und Leben und 93,8% für Widerhandlungen
gegen die sexuelle Integrität - besonders hoch aus. Die Zahl der Einbrüche ist mit
829 Fällen im Jahr 2019 nach wie vor gering, was seit dem Jahr 20212 eine
Abnahme von 63% bedeutet.
Im Betäubungsmittelbereich hat das Wallis keine offene Drogenszene. Im Jahr 2019
wurde ein Rückgang des Strassenhandels verzeichnet. Die Kantonspolizei hat
jedoch erstmals das Auftauchen der Droge «Crack» im Wallis festgestellt, welche
bei Konsumenten eine rasche und starke Abhängigkeit hervorruft. Um den Kampf
gegen die Drogen zu verstärken, schenkten die Strafverfolgungsbehörden auch im
Jahr 2019 Veranstaltungen und Festivals aller Art eine besondere Aufmerksamkeit,
wobei zahlreichen Personen wegen Widerhandlungen verzeigt wurden.
Obschon die Kriminalitätsrate im Wallis nach wie vor niedrig ist, stellte die
Kantonspolizei eine Zunahme im Bereich der Internet-Kriminalität fest. Um diese
Phänomene zu bekämpfen, hat die Polizei ein IT-Konzept entwickelt, welches es
ermöglicht, effizienter mit Anzeigen umzugehen. Die Geschädigten werden
dahingehend sensibilisiert, sich systematisch an die Kantonspolizei zu wenden,
damit neue Phänomene so wirksam wie möglich bekämpft werden können.
Im Strassenverkehr hat die Zahl der Todesopfer im Jahr 2019 zugenommen: 18
Menschen verloren ihr Leben auf den Walliser Strassen. Mehrere dieser tödlichen
Unfälle ereigneten sich auf Bergstrassen, nachdem die Insassen aus dem Fahrzeug
herausgeschleudert worden waren. Wie sich zeigte, hatten diese die
Sicherheitsgurte nicht getragen. In diesem Zusammenhang werden im Jahr 2020
präventive und repressive Massnahmen durchgeführt. Die Zahl der Unfälle mit
Personen- oder Sachschäden blieb trotz der deutlichen Zunahme des Verkehrs auf
dem Walliser Strassennetz stabil. Die Ursachen dieser Unfälle sind nach wie vor auf
die Nichteinhaltung des Vortritts (10,5%), Fahren unter Alkoholeinfluss (29,9%)
sowie auf die Geschwindigkeit (11,4%) zurückzuführen.
Das Ziel der Kantonspolizei im Jahr 2020 besteht darin, dieses gute
Sicherheitsniveau weiterhin zu stärken, damit das Wallis auch künftig ein sicherer
Kanton bleibt.
Einzelheiten zu den Statistiken für das Jahr 2019 sind auf unserer Website
www.polizeiwallis.ch/ verfügbar.


