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Wetzikon ZH – Weiterhin gehäuft Legionellose-Fälle festgestellt

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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In einem Labor hält eine behandschuhte Hand ein Röhrchen mit der Aufschrift 'Legionella - Test'. Im Hintergrund sind Laborgeräte unscharf zu sehen.
Symbolbild (Bildquelle: Adobe Stock – Innovative Creation)

In Wetzikon treten weiterhin gehäuft Fälle von Legionellose auf. Die Stadt Wetzikon informiert die Bevölkerung deshalb erneut über die wichtigen Vorsorgemassnahmen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Liegenschaftsverwaltungen und Hauseigentümerschaften.

In diesen Tagen erhalten alle Wetziker Haushalte erneut ein Flugblatt mit konkreten Informationen zu den Vorsorgemassnahmen. Damit will die Stadt die Bevölkerung dabei unterstützen, die bestehenden Empfehlungen konsequent umzusetzen. Neue Empfehlungen für die Bevölkerung gibt es nicht.
Das neue Flugblatt zeigt noch konkreter als bisher, wie die Massnahmen im Alltag umgesetzt werden können. Eine Version in leichter Sprache ist unter www.wetzikon.ch/legionellen verfügbar.
Ergänzend informiert die Stadt über ihre Website, Social Media und Inserate in lokalen Medien. Die im Juni eingerichtete Anlaufstelle – E-Mail und Telefon – bleibt weiterhin bestehen.
Ein besonderes Augenmerk gilt den Trinkwasserinstallationen in Gebäuden. Die bisherigen Untersuchungen des Kantons weisen in mehreren Fällen auf einen Zusammenhang zwischen Erkrankungen und dem Vorkommen von Legionellen in Duschwasserproben hin.
Liegenschaftsverwaltungen und Eigentümerschaften kommt daher bei der Vorsorge eine wichtige Rolle zu: Sie sind für den fachgerechten Betrieb und Unterhalt der Trinkwasserinstallationen verantwortlich. Mit korrekten Betriebstemperaturen, regelmässigem Unterhalt und einer entsprechenden Selbstkontrolle lässt sich das Risiko einer Vermehrung von Legionellen reduzieren.
In diesem Zusammenhang weist die Stadt auch auf ein verbreitetes Missverständnis hin: Eine sogenannte Legionellenschaltung, bei der das Wasser im Warmwasserspeicher periodisch auf mindestens 60°C aufgeheizt wird, reicht nicht aus.
Die häufig noch angewendete Legionellenschaltung geht auf eine Empfehlung des Bunds zurück. Diese bezieht sich jedoch auf bestimmte Vorwärmsysteme, die mindestens einmal wöchentlich auf 60°C erwärmt werden sollen – nicht auf den eigentlichen Warmwasserspeicher (Boiler).
Für diesen gilt: Die Betriebstemperatur muss durchgängig mindestens 60°C am Speicheraustritt betragen. Eine periodische Aufheizung ersetzt diese Vorgabe nicht. Die Stadt empfiehlt Liegenschaftsverwaltungen und Eigentümerschaften deshalb, ihre Trinkwasserinstallationen zu überprüfen.
Dazu schreibt die Stadt Wetzikon die Liegenschaftsverwaltungen und Hauseigentümerschaften separat an und stellt ihnen ein eigens für diese Zielgruppe erstelltes Merkblatt zur Verfügung. Dieses erarbeitete die Stadt Wetzikon gemeinsam mit dem Kantonalen Labor.
Die zuständigen Fachstellen des Kantons führen die umfangreichen Abklärungen zu den Ursachen der Häufung gezielt weiter. Dazu gehören Patientenbefragungen, die Analyse von Patienten- und Duschwasserproben sowie die Untersuchung weiterer wasserführender Anlagen und möglicher Infektionsquellen.
Das Trinkwasser in Wetzikon kann weiterhin bedenkenlos getrunken werden. Durch das Trinken von Wasser erfolgt keine Ansteckung mit Legionellose. Eine Ansteckung erfolgt nur, wenn feinste Wassertröpfchen (Aerosole) eingeatmet werden.
Die Stadt Wetzikon steht weiterhin in engem Austausch mit den kantonalen Fachstellen. Über die Entwicklung der Fallzahlen und die epidemiologische Lage informiert das Amt für Gesundheit.
Quelle der Nachricht: Stadt Wetzikon

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