Bei Geschwindigkeitskontrollen in Würenlos und Oberrüti mass die Kantonspolizei Aargau gestern Nachmittag je einen Automobilisten mit 150 km/h. Beide Raser mussten den Führerausweis auf der Stelle abgeben.
Die Kantonspolizei Aargau setzte ihr Lasermessgerät am
frühen Sonntagnachmittag, 25. November 2018, auf der
Furttalstrasse zwischen Würenlos und Otelfingen ein. Auf
dieser Ausserortsstrecke gilt die übliche
Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Mit 150 km/h weitaus
am schnellsten unterwegs war ein 21-jähriger Schweizer in
einem Audi. Durch die strafbare
Geschwindigkeitsüberschreitung von 65 km/h erfüllte er den
sogenannten "Raserartikel", weshalb die Polizei die
Staatsanwaltschaft einschaltete. Diese eröffnete eine
Strafuntersuchung. Die Kantonspolizei Aargau nahm dem
Neulenker den Führerausweis auf Probe zu Handen des
Strassenverkehrsamtes ab.
Den Führerausweis ebenfalls auf der Stelle abgeben
mussten zwei weitere Autofahrer, welche mit 122 und 125
km/h gemessen worden waren. Einstweilen weiterfahren
durfte ein vierter Lenker, der mit Tempo 117 km/h unterwegs
war. Ihm droht jedoch ebenfalls der Führerausweisentzug.
Lenker zusätzlich im Fahndungsregister
Ebenfalls gestern Sonntagnachmittag führte die
Kantonspolizei zwischen Oberrüti und Sins eine
Geschwindigkeitskontrolle durch. Auf dieser Hauptstrasse
erfasste das Radargerät ein Auto, das ebenfalls mit 150
km/h anstelle der erlaubten 80 km/h unterwegs war. Der
Polizist am Messgerät verbreitete dieses Ergebnis über
Funk. Die Regionalpolizei Muri konnte den Wagen wenig
später in Auw anhalten.
Im Auto sassen vier Bulgaren ohne Wohnsitz in der
Schweiz. Der Lenker versuchte zunächst, sich mit einer
fremden Identitätskarte auszuweisen. Die Überprüfung
seiner Fingerabdrücke auf dem Polizeistützpunkt schaffte
Klarheit und zeigte, dass der 37-Jährige im
Fahndungsregister zur Verhaftung ausgeschrieben war.
Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten eröffnete gegen
den 37-Jährigen eine Strafuntersuchung. Er befindet sich in
Haft.


