Im Nachgang zum Fussballspiel zwischen dem BSC Young Boys und Feyenoord Rotterdam ist es am Donnerstagabend und in der Nacht auf Freitag in Bern zu weiteren Auseinandersetzungen gekommen. In der Folge wurden weitere 16 Personen angehalten, zudem wurden Personenkontrollen durchgeführt. Die Angehaltenen müssen mit Anzeigen rechnen.
Die Kantonspolizei Bern ist nach dem Europa-League-Spiel zwischen dem BSC Young
Boys und Feyenoord Rotterdam am Donnerstagabend, 24. Oktober 2019, bis in die
die frühen Morgenstunden des Freitags mit einem Grossaufgebot in der Stadt Bern im
Einsatz gestanden.
Während sich die Situation kurz nach dem Spiel zunächst noch
ruhig präsentierte, suchten später verschiedene Personengruppen im BreitenrainQuartier und in der Innenstadt immer wieder die Konfrontation mit Anhängern der
jeweils gegnerischen Mannschaft. Es kam dabei zu Auseinandersetzungen und
Scharmützeln.
Zwei Mitarbeitende des Dialogteams wurden im Rahmen dieser
Auseinandersetzungen von Flaschenwürfen getroffen, mussten sich allerdings nicht in
Spitalpflege begeben.
Im Zuge der Auseinandersetzungen im Nachgang zum Spiel wurden insgesamt zwölf
Personen angehalten und in Polizeiräumlichkeiten gebracht. Sie konnten diese nach
weiteren Abklärungen, gleich wie auch die vor dem Spiel angehaltenen 29 Männer und
vier Jugendlichen, im Verlaufe der Nacht wieder verlassen.
Weitere vier Personen
wurden nach einer weiteren Meldung zu einer Auseinandersetzung im Bereich Marzili
angehalten. In diesem Zusammenhang wurde eine Person zur Kontrolle ins Spital
gebracht. Die Angehaltenen, die mehrheitlich den Anhängern der Gastmannschaft
zuzuordnen sind, müssen unter anderem mit Anzeigen wegen Verstössen gegen das
Waffengesetz und wegen Landfriedensbruch rechnen. Weitere Abklärungen
diesbezüglich sind im Gang. In der Innenstadt wurden darüber hinaus die ganze Nacht
über mehrere Personenkontrollen durchgeführt.
In den frühen Morgenstunden beruhigte sich die Situation allmählich. Allerdings
musste die Polizei nach Meldungen zu Nachtruhestörungen und Sachbeschädigungen
an verschiedenen Örtlichkeiten noch mehrfach ausrücken.


