Im Zusammenhang mit dem Grossbrand in Zäziwil vom Wochenende steht als Ursache eine Brandstiftung im Vordergrund. Im Verlaufe des Sonntags wurde eine tatverdächtige Frau angehalten. Die 35-Jährige zeigte sich im Zuge der Einvernahmen geständig und wird sich vor der Justiz zu verantworten haben. Weitere Ermittlungen sind im Gang.
Die umfangreichen Ermittlungen zur Ursache des Grossbrands eines ehemaligen
Gasthofs in Zäziwil von der Nacht auf Sonntag, 24. Juni 2018 (wir berichteten, sind weiter vorangeschritten. So wurde in den vergangenen
Tagen das Brandobjekt von Spezialisten des Dezernats Brände und Explosionen der
Kantonspolizei Bern untersucht. Die Brandermittler wurden dabei – mit Blick auf die
Einsturzgefahr der Brandruine – durch Mitarbeitende des Unfalltechnischen Dienstes
unterstützt, welche mithilfe einer Drohne den Schadenplatz von der Luft aus
untersuchten. Zudem wurden seit Sonntag zahlreiche Einvernahmen und
Befragungen durchgeführt.
Gestützt auf die gewonnenen Erkenntnisse ist von einer Brandstiftung auszugehen.
Demnach dürfte das Feuer am Samstagabend, 23. Juni 2018 im grossen Saal des
ehemaligen Gasthofs ausgebrochen sein und hatte sich in der Folge auf den
gesamten Gebäudekomplex ausgebreitet. Der Gesamtsachschaden beläuft sich
nach neusten Schätzungen auf über eine Million Franken.
Im Rahmen der Ermittlungen wurde im Verlaufe des Sonntags, 24. Juni 2018, im
Berner Oberland eine tatverdächtige Frau angehalten. Sie zeigte sich im Zuge der
Einvernahmen geständig, den Brand vom Wochenende gelegt zu haben. Die 35-
Jährige wird sich vor der Justiz zu verantworten haben.
Die Ermittlungen der Kantonspolizei Bern unter der Leitung der Regionalen
Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland sind weiterhin im Gang. Dabei wird etwa auch ein
allfälliger Zusammenhang zu einer Brandmeldung vom Donnerstag, 21. Juni 2018,
an derselben Örtlichkeit, geprüft.


