Ein ehemaliger Schüler Jegges veröffentlicht ein Buch, in dem er die jahrelangen sexuellen Übergriffe des Pädagogen beschreibt.
Das Enthüllungsbuch, welches am Mittwoch im "Wörterseh Verlag" erscheint, vernichtet das Bild des 73-jährigen gefeierten Pädagogen und Autors, Jürge Jegge. Verfasst wurde es von seinem ehemaligen Schüler, Markus Zangger (59).
Zangger erzählt in seinem Buch "Jürg Jegge – Die Übergriffe des Musterpädagogen" von dem Jahre andauernden sexuellen und psychischen Missbrauch durch seinen Lehrer. Was als freundschaftliches Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler begann, wurde zu einer jahrelangen Missbrauchsbeziehung. Nachdem Markus Zanger volljährig war, wurden die sexuellen Übergriffe weniger und fanden vereinzelt und niemals in nüchternem Zustand in der Wohnung des mutmasslichen Täters statt.
Last von der Seele geschrieben
Mit 27 Jahren schaffte es Zangger endlich, seinem Peiniger zu sagen, dass er nicht mehr von ihm angefasst werden wolle. Erst durch das Verfassen des Buches konnte das Opfer die Last regelrecht von der Seele schreiben und die durchlebte Zeit verarbeiten.
Im Buch wird ein Brief Jegges veröffentlicht, in dem er am Ende schreibt: "Hast Du, habt Ihr den Eindruck, dass das Dir, dass das Euch geschadet hat?". Dies lässt vermuten, dass Markus Zangger nicht das einzige Opfer des Pädagogen ist.
Der Beschuldigte hat sich bisher noch nicht geäussert. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Artikelfoto: Alexas_Fotos (CC0 Public Domain) - (Symbolbild)


