Die Bussen für Temposünder werden in Zürich ZH immer weniger. Dafür werden immer mehr Rot-Sünder geblitzt.
Die 88 Radaranlagen der Stadt Zürich, von denen eine mobil ist, messen immer weniger Geschwindigkeitsübertretungen. 2011 waren es noch 420'000, im Jahr 2015 nur noch 368'000 Übertretungen. Das bedeutet gleichzeitig Einbussen von zirka 5,3 Millionen Franken.
Nicht nur Zürich betroffen
Auch in Basel, Luzern und Winterthur gehen die Zahlen der Bussen zurück. Polizeisprecher vermuten, dass dies darauf zurückzuführen sei, dass der Bevölkerung die Lage der Blitzkästen bekannt ist. Das wiederum verbessert zwar die Verkehrssicherheit an besagten Orten beträchtlich, aber die fehlenden Busseinnahmen verursachen ein Loch in der Kasse.
Mehr Rotlichtmissachtungen
Im Gegensatz zu den weniger gewordenen Geschwindigkeitsübertretungen haben die Rotlichtmissachtungen zugenommen. 2013 betrugen die Rotlichtbussen noch 12,2 Millionen Franken, 2015 sind sie um 86 Prozent auf 22,7 Millionen Franken gestiegen. Mithilfe von kombinierten Messgeräten können Missachtungen am effektivsten geahndet werden. Wer der Rotlichtbusse entgehen möchte und aufs Gas drückt, geht das Risiko ein, wegen zu hoher Geschwindigkeit geblitzt zu werden.
Natürlich sind die Blitzer aber nicht überflüssig, wenn sie weniger Temposünder entlarven. Durch sie passen die Verkehrsteilnehmer ihr Fahrverhalten an und es können Unfälle vermieden werden
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