Am Montag kurz vor Mittag bemerkt eine Passantin in der Columbusgasse in Wien in einem geparkten Auto zwei Kleinkinder - eines, das sich in seiner Verzweiflung über die Hitze und den fehlenden Sauerstoff ganz ausgezogen hat und ein Baby in einem Maxi-Cosi-Sitz. Sofort reagiert die Frau und meldet sich bei der Polizei.
Die Temperatur ist laut OE24 über 30 Grad. Zwei Kinder hört man in einem Auto weinen. Sie sitzen in einem weissen Kombi, bei dem alle Fenster fest verschlossen sind. Eine Passantin bemerkt das und zögert jedenfalls keine Minute und alarmiert sofort die Polizei. In der Zwischenzeit versucht sie, die Kinder zu beruhigen ([und nimmt mittels Handy ein Video auf, um den Beamten zu zeigen, dass tatsächlich keine Fenster des Pkw auch nur einen Spalt weit geöffnet waren])(https://www.oe24.at/oesterreich/chronik/wien/Video-zeigt-Hitze-Drama-Mutter-liess-ihre-zwei-Kinder-im-heissen-Auto/345534600).
Nach guten zehn bis 15 Minuten - mittlerweile ist es fast Mittag, kommt die Polizei an. Genau in diesem Moment biegt auch die Mutter in die Gasse ein, die ihre völlig verstörten und nass geschwitzten Kinder vor den Augen der Beamten und der Passanten aus dem Auto lässt und in die Arme nimmt und so tut, als wäre nichts passiert. "Ich hab’ nur kurz in der Wäscherei etwas erledigt. Es ist eine Münzwäscherei, wo man selbst waschen und schon mal längere Zeit dafür brauchen kann", erklärt sie sich.
Die Polizei glaubt der Frau und lässt sie, ohne sie weiter zu behelligen, fahren. Polizeisprecher Paul Eidenberger zu ÖE24: "Wenn die Mutter nicht rechtzeitig gekommen wäre, hätten wir sicher sofort Massnahmen ergriffen."

