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Aktion gegen Kindesmissbrauch – 28 Festnahmen, drei Kinder befreit

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Eine Hand in einem schwarzen Handschuh hält eine Handschelle. Die Szene vermittelt einen Polizeieinsatz.
(Symbolbild) (Bildquelle: Polizei)

Im Rahmen einer internationalen Polizeioperation gegen sexuellen Kindesmissbrauch haben Ermittler aus sieben Ländern 28 Verdächtige festgenommen und drei Kinder geschützt. Die Aktion richtete sich gegen Nutzer und Anbieter von Missbrauchsdarstellungen im Darknet.

Strafverfolgungsbehörden aus sieben Ländern haben mit Unterstützung von Europol eine internationale Grossaktion gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern durchgeführt. Dabei wurden 28 Verdächtige festgenommen und drei Kinder in Sicherheit gebracht.
Die Einsätze fanden zwischen Ende Mai und Mitte Juni 2026 in Kanada, Tschechien, Deutschland, Norwegen, Polen, Schweden und der Schweiz statt. Im Rahmen der Operation wurden zudem mehr als 460 Gegenstände sichergestellt, darunter elektronische Geräte, Kryptowallets, Betäubungsmittel sowie grosse Mengen an Dopingmitteln. Die Ermittlungen dauern an, weitere Festnahmen werden erwartet.

Kryptowährungen für den Zugang zum Darknet

Bei allen Beschuldigten handelt es sich um Männer im Alter zwischen 22 und 54 Jahren.
Einer der Verdächtigen soll Künstliche Intelligenz (KI) genutzt haben, um Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs zu erzeugen. In einem weiteren Fall gehörten einige der Opfer zur unmittelbaren Familie eines Beschuldigten.
Nach bisherigen Erkenntnissen bezahlten die Verdächtigen mit Kryptowährungen den Zugang zu Foren im Darknet, über die sie Videos mit Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs herunterladen oder ansehen konnten. Ihnen werden unter anderem der Besitz, der Erwerb und die Verbreitung entsprechender Inhalte vorgeworfen.
Die Ermittlungen wurden von den norwegischen Behörden geleitet. Diese entwickelten bereits 2025 eine neue Methode zur Nachverfolgung von Kryptowährungstransaktionen. Dadurch konnten zahlreiche Personen identifiziert werden, die für den Zugang zu Missbrauchsdarstellungen bezahlt hatten. Zudem wurden zwei mutmassliche Anbieter solcher Inhalte ermittelt.

Unterstützung durch Europol

Europol koordinierte den internationalen Informationsaustausch und unterstützte die Ermittlungen mit umfangreichen Datenanalysen. Die Behörde wertete operative Erkenntnisse aus und stellte den beteiligten Ländern Beweispakete zur Verfügung.

Auf Schweizer Seite waren beteiligt:

  • Bundesamt für Polizei (fedpol)
  • Kantonspolizei Wallis
  • Kantonspolizei Bern
  • Kantonspolizei Aargau
  • Kantonspolizei Nidwalden
Europol betont, dass die Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung von Kindern weiterhin zu den höchsten Prioritäten der Behörde zählt. Parallel unterstützt die Agentur unter anderem die Plattform „Stop Child Abuse – Trace an Object“, mit der die Öffentlichkeit bei der Identifizierung von Tatorten und Opfern helfen kann, sowie die 2025 gestartete Hilfsplattform Help4U für betroffene Kinder und Jugendliche.
Quelle der Polizeinachricht: Europol

Kategorien:

Ausland

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