Altstätten SG – Mehr Polizeikontrollen beim Bundesasylzentrum
Redaktion Polizeiticker Schweiz
Nach mehreren Vorfällen rund um das Bundesasylzentrum Altstätten sehen die Behörden Handlungsbedarf. Polizei und SEM haben ihre Kontrollen verstärkt. Zusätzliche Sicherheitspatrouillen sollen die Lage verbessern und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärken.
Am runden Tisch vom 4. November 2026 haben sich der Vorsteher des Sicherheits- und
Justizdepartements, Regierungsrat Christof Hartmann, sowie Vertreterinnen und Vertreter
der Kantonspolizei St. Gallen, des Migrationsamtes, der Staatsanwaltschaft, des
Staatssekretariats für Migration (SEM) und der Stadtpräsident von Altstätten, Ruedi
Mattle, über die aktuelle Situation rund um das Bundesasylzentrum ausgetauscht.
Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen
Die jüngsten Ereignisse und die damit verbundenen Fragen und Anliegen aus der
Bevölkerung wurden gemeinsam besprochen. Die Behörden nehmen die Sorgen der
Bevölkerung ernst. Die Sicherheitslage wird laufend neu beurteilt. Dabei ist es wichtig,
zwischen einzelnen Ereignissen und langfristigen Entwicklungen zu unterscheiden.
Die Kantonspolizei St. Gallen ist für die Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung im
öffentlichen Raum zuständig. Das SEM verantwortet den Betrieb und die Sicherheit
innerhalb und in unmittelbarer Umgebung des Bundesasylzentrums.
Kontrollen verstärkt
Nach den jüngsten Ereignissen hat das SEM das Sicherheitsdispositiv um zwei auf drei
Aussenpatrouillen verstärkt. Diese patrouillieren auf einem Perimeter von rund 500
Metern rund um das Asylzentrum. Auch die Kantonspolizei hat ihre Kontrolltätigkeit
intensiviert, patrouilliert täglich mehrmals und ist im ständigen Dialog mit der Bevölkerung
und den umliegenden Gewerbebetrieben.
Zudem ist seit Mitte Oktober eine Eingrenzung von Asylsuchenden möglich, damit wird
der räumliche Aufenthaltsort einer Person verbindlich eingeschränkt. Alle Stellen betonten
am runden Tisch, dass eine enge Zusammenarbeit wichtig ist, damit sich die Bevölkerung
sicher fühlen kann.
Regelmässiger Austausch
Im Rahmen dieses Austausches wurden Ideen und mögliche Massnahmen besprochen,
die den Sicherheitsanlielgen der Bevölkerung Rechnung tragen. Regierungsrat Christof
Hartmann betonte zudem, dass er die Lage täglich verfolge, die Sorgen der Bevölkerung
ernst nehme und bei Bedarf reagieren werde.
Nebst dem runden Tisch fand bereits Ende Oktober eine erste ordentliche Sitzung der
Begleitgruppe des Bundesasylzentrums Altstätten mit Vertreterinnen und Vertretern der
Stadt, der Kantonspolizei, der Anwohnerschaft, des Gewerbes sowie des SEM statt. Die
Begleitgruppe trifft sich regelmässig und beurteilt die Situation sowie den
Handlungsbedarf hinsichtlich Anpassungen des Sicherheitsdispositivs.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo SG
