Appenzell AI – Trockenheit zwingt zu Notabfischungen in Bächen
Redaktion Polizeiticker Schweiz
Das Amt für Jagd und Fischerei hat aufgrund der anhaltenden Trockenheit bereits mehrere Notabfischungen durchgeführt. Weitere Einsätze dürften in den kommenden Tagen folgen. Unterstützt wird das Amt dabei vom Fischereiverein Appenzell.
Die anhaltende Trockenheit setzt den Gewässern im Kanton Appenzell I.Rh. zunehmend zu.
Besonders betroffen sind kleine Fliessgewässer wie der Pöppelbach oder der Steintobelbach.
Diese führen derzeit nur noch sehr wenig oder stellenweise gar kein Wasser mehr. Gleichzeitig
steigen die Wassertemperaturen kontinuierlich an, was die Lebensbedingungen für Fische zunehmend verschlechtert und für diese in vielen Fällen lebensbedrohlich ist.
Bäche zu warm
Besonders kritisch ist die Situation in Bachabschnitten ohne ausreichende Beschattung durch
Sträucher oder Bäume. Dort erwärmt sich das Wasser besonders stark. Während die optimale
Wassertemperatur für Bachforellen zwischen 10°C und 16°C liegt, wurden aktuell stellenweise
Temperaturen von über 25°C gemessen.
Solche Werte bedeuten für die Tiere erheblichen
Stress und können lebensbedrohlich sein. Um die Fischbestände zu schützen, hat das Amt für
Jagd und Fischerei in den vergangenen Tagen bereits mehrere Notabfischungen durchgeführt.
Die gefangenen Fische werden in die Sitter umgesetzt, wo dank tieferer Wassertemperaturen
und ausreichender Wasserführung bessere Überlebensbedingungen herrschen.
Freiwilliger Verzicht auf Fischen im Sämtisersee
Auch der Sämtisersee weist derzeit einen aussergewöhnlich tiefen Wasserstand auf. Das Amt
für Jagd und Fischerei empfiehlt deshalb dringend, bis auf Weiteres freiwillig auf das Fischen im See zu verzichten, um die Fischbestände zusätzlich zu schonen.
Lage bleibt angespannt
Da gemäss den aktuellen Wetterprognosen in den nächsten Tagen keine nennenswerten
Niederschläge zu erwarten sind, bleibt die Lage angespannt. Es ist davon auszugehen, dass
bei anhaltender Trockenheit auch weitere – teilweise grössere – Gewässer von
Notabfischungen betroffen sein könnten.
Der Fischereiverein Appenzell unterstützt die Einsätze tatkräftig. Täglich stehen mehrere
Fischerinnen und Fischer im Einsatz, um die notwendigen Massnahmen gemeinsam mit dem
Amt für Jagd und Fischerei umzusetzen
Quelle der Nachricht: Amt für Jagd und Fischerei Appenzell Innerrhoden

