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Appenzell AI – Trockenheit zwingt zu Notabfischungen in Bächen

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Drei Männer untersuchen das Wasser in einem Bachlauf unter einer Brücke. Einer hält einen Kescher, während ein anderer einen Eimer bereit hält.
Jagd- und Fischereiverwalter Sepp Koller mit Ruedi Fässler und Antonio Meile vom Fischereiverein Appenzell (Bildquelle: Amt für Jagd und Fischerei Appenzell Innerrhoden)

Das Amt für Jagd und Fischerei hat aufgrund der anhaltenden Trockenheit bereits mehrere Notabfischungen durchgeführt. Weitere Einsätze dürften in den kommenden Tagen folgen. Unterstützt wird das Amt dabei vom Fischereiverein Appenzell.

Die anhaltende Trockenheit setzt den Gewässern im Kanton Appenzell I.Rh. zunehmend zu. Besonders betroffen sind kleine Fliessgewässer wie der Pöppelbach oder der Steintobelbach.
Diese führen derzeit nur noch sehr wenig oder stellenweise gar kein Wasser mehr. Gleichzeitig steigen die Wassertemperaturen kontinuierlich an, was die Lebensbedingungen für Fische zunehmend verschlechtert und für diese in vielen Fällen lebensbedrohlich ist.

Bäche zu warm

Besonders kritisch ist die Situation in Bachabschnitten ohne ausreichende Beschattung durch Sträucher oder Bäume. Dort erwärmt sich das Wasser besonders stark. Während die optimale Wassertemperatur für Bachforellen zwischen 10°C und 16°C liegt, wurden aktuell stellenweise Temperaturen von über 25°C gemessen.
Solche Werte bedeuten für die Tiere erheblichen Stress und können lebensbedrohlich sein. Um die Fischbestände zu schützen, hat das Amt für Jagd und Fischerei in den vergangenen Tagen bereits mehrere Notabfischungen durchgeführt.
Ein Fahrrad ist teilweise unter Wasser in einem klaren Teich zu erkennen. Kieselsteine sind um das Fahrrad herum sichtbar.
Bachforellen, die in die Sitter umgesetzt werden. (Bildquelle: Amt für Jagd und Fischerei Appenzell Innerrhoden)
Die gefangenen Fische werden in die Sitter umgesetzt, wo dank tieferer Wassertemperaturen und ausreichender Wasserführung bessere Überlebensbedingungen herrschen.

Freiwilliger Verzicht auf Fischen im Sämtisersee

Auch der Sämtisersee weist derzeit einen aussergewöhnlich tiefen Wasserstand auf. Das Amt für Jagd und Fischerei empfiehlt deshalb dringend, bis auf Weiteres freiwillig auf das Fischen im See zu verzichten, um die Fischbestände zusätzlich zu schonen.

Lage bleibt angespannt

Da gemäss den aktuellen Wetterprognosen in den nächsten Tagen keine nennenswerten Niederschläge zu erwarten sind, bleibt die Lage angespannt. Es ist davon auszugehen, dass bei anhaltender Trockenheit auch weitere – teilweise grössere – Gewässer von Notabfischungen betroffen sein könnten.
Der Fischereiverein Appenzell unterstützt die Einsätze tatkräftig. Täglich stehen mehrere Fischerinnen und Fischer im Einsatz, um die notwendigen Massnahmen gemeinsam mit dem Amt für Jagd und Fischerei umzusetzen
Quelle der Nachricht: Amt für Jagd und Fischerei Appenzell Innerrhoden

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