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Graubünden

Calanca GR - Nach Felssturtz - Instandsetzungsarbeiten sind in vollem Gange

Die Räumungsarbeiten konnten am Mittwochnachmittag bereits abgeschlossen werden.
Die Räumungsarbeiten konnten am Mittwochnachmittag bereits abgeschlossen werden. (Bildquelle: Tiefbauamt)

Die Räumungs- und Instandsetzungsarbeiten nach dem Felssturz zwischen Castaneda und Molina sind in vollem Gange. Das Tiefbauamt Graubünden (TBA) ist zuversichtlich, die Strasse am kommenden Wochenende einspurig freigeben zu können.

Felsbrocken verschütteten am Sonntagmorgen dem 04.12.22 die Calancastrasse auf einer Länge von rund 150 Metern. Die herabstürzenden Gesteinsmassen haben die Strasse, die berg- und talseitigen Stützmauern und den Mauerkordon auf einer Länge von etwa 30 Metern teilweise schwer beschädigt. Einzelne Blöcke sind über die Calancastrasse bis in die Calancasca gestürzt.

Nach den ersten geologischen Abklärungen und Freigabe der Gefahrenstelle konnten am Dienstagmittag die Räumungsarbeiten mit schweren Radbaggern aufgenommen werden. Die Arbeiten wurden von beiden Seiten des Felssturzes aus begonnen und konnten am Mittwochnachmittag bereits abgeschlossen werden.

Als nächstes erfolgt nun die Montage der bergseitigen Schutzpalisaden in der Hauptgefahrenzone auf einer Länge von rund 50 Metern. Diese zwei Meter hohen Stahlkonstruktionen halten Steine mit einem Durchmesser von bis zu einem halben Meter zurück und leisten so einen erheblichen Beitrag zur Verkehrssicherheit auf diesem Abschnitt.

Einspurige Öffnung am Wochenende scheint realistisch. Der nächste Schritt ist der Einbau eines provisorischen Belags, um die teils tiefen Löcher in der Strasse für die Verkehrstauglichkeit auszubessern. Der Einbau des Belags erfolgt frühestens am Donnerstagnachmittag, sobald die Installation der Schutzpalisaden abgeschlossen ist.

Die in der Nacht von Donnerstag auf Freitag prognostizierten Regenfälle können die Arbeiten verzögern: Neue Steinschläge aus dem Bereich der Schutthalde wären in diesem Fall möglich, und auch der Einbau des Belags hängt stark von der Wetterlage ab. Sollte der Belag bis am Freitag nicht eingebaut werden können, wird das TBA die Strasse provisorisch mit Kiessand soweit ausbessern, dass sie befahrbar ist. Sofern die Verkehrssicherheit es zulässt, kann die Strasse so am Wochenende einspurig geöffnet werden.

Quelle: Kanton Graubünden