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Deutlich mehr Verkehrsdelikte bei Jugendlichen in der Schweiz

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Eine Innenansicht eines fahrenden Autos bei Nacht, bei dem die Instrumententafel und die verschwommene Straße sichtbar sind. Das Bild zeigt die Geschwindigkeit und die Bewegung auf der Straße durch Bewegungsunschärfe.
(Symbolbild) (Bildquelle: Polizei)

Die Jugendkriminalität in der Schweiz hat sich 2025 gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Deutlich zugenommen haben jedoch Verkehrsdelikte, während Drogendelikte stark zurückgingen. Zudem stiegen die Zahl der Fremdplatzierungen sowie die Dauer von Freiheitsentzügen weiter an.

Mit 22 957 Urteilen im Jahr 2025 blieb die Jugendkriminalität im Vergleich zum Vorjahr stabil. Es gibt in den einzelnen Bereichen wie immer jährliche Schwankungen. So nahmen beispielsweise die Straftaten gegen Leib und Leben um 9,1% zu, während die Vermögensstraftaten um 8,4% zurückgingen. Interessant ist deshalb auch ein Blick auf die letzten Jahre: Seit 2020 ist die Zahl der Jugendurteile um 18% gestiegen und die Verteilung der zugrunde liegenden Straftaten hat sich verändert.

Deutlich mehr Verkehrsdelikte, wesentlich weniger Drogendelikte

Gemäss Statistik hat sich die Jugendkriminalität in den letzten sechs Jahren verändert. Am auffälligsten ist die starke Zunahme der Straftaten im Strassenverkehr (2020-2025: +83%). Gleichzeitig erhöhte sich auch die Zahl der Urteile aufgrund von Straftaten gegen das Personenbeförderungsgesetz kontinuierlich (+68% zwischen 2020 und 2025). Ihr Anstieg könnte in Zusammenhang mit der zunehmenden Mobilität der Jugendlichen stehen.
In anderen Bereichen sind die Jugendurteile stark rückläufig, beispielsweise aufgrund von Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz (2020-2025: -63%). Die Straftaten gemäss Strafgesetzbuch blieben hingegen relativ stabil (2020-2025: +2%).
Zunahme der unbedingten Freiheitsentzüge bei ausländischen Jugendlichen ohne B- oder C-Ausweis
Analog zur Jugendkriminalität haben sich in den letzten sechs Jahren auch die angeordneten Strafen verändert. Im Jahr 2025 wurden 8542 Verweise (förmliche Missbilligung der Tat durch die Jugendanwaltschaft oder das Jugendgericht) ausgesprochen. Seit 2020 sind diese Strafen um 36% gestiegen und machen heute mehr als ein Drittel aller verhängten Sanktionen aus.
Die unbedingten Freiheitsstrafen haben sich im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt (von 258 auf 524). Dieser Anstieg ist ausschliesslich auf Verurteilungen ausländischer Jugendlicher zurückzuführen, die weder über einen B- noch einen C-Ausweis verfügen und deren Zahl von 161 im Jahr 2020 auf 422 im Jahr 2025 zugenommen hat. 

Fremdplatzierungen

Im Jahr 2025 wurden 1098 Jugendliche strafrechtlich fremdplatziert (inkl. vorläufige Fremdplatzierungen). Zwischen 2024 und 2025 stieg die durchschnittliche Dauer der Fremdplatzierungen von 151 auf 159 Tage. Die nach einem Urteil angeordneten Platzierungen dauerten im Durchschnitt länger (228 Tage).
Auch die durchschnittliche Dauer des Freiheitsentzugs nahm zu. Sie erhöhte sich zwischen 2024 und 2025 von 94 auf 105 Tage.
Quelle der Nachricht: Bundesamt für Statistik

Kategorien:

Verkehr

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