Europas Most Wanted – Lebenslang nach nach tödlichem Angriff
Redaktion Polizeiticker Schweiz
Der verurteilte OMAR , Abdifatah Yahye (Bildquelle: Europol)
Im Berufungsverfahren zu zwei Schusswaffenattacken nahe Stockholm ist ein zuvor freigesprochener Mann nun zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass er an beiden Angriffen beteiligt war. Nun wird er international gesucht.
Angriff in Åkersberga
Im September 2023 wurde ein Mann in Åkersberga bei Stockholm vor seinem Wohnhaus mit einem Sturmgewehr und einer Pistole beschossen. Der Mann überlebte trotz mehrerer Treffer schwer verletzt. Die Täter setzten vor ihrer Flucht zudem das Gebäude in Brand.
Tödliche Schüsse in Jordbro
Am folgenden Tag kam es in Jordbro südlich von Stockholm zu einem weiteren Angriff. Mehrere Personen hielten sich im Freien auf, als ein Fahrzeug vorfuhr und ein bewaffneter Mann das Feuer eröffnete. Ein 23-Jähriger wurde am Kopf getroffen und starb noch am Tatort. Weitere Personen wurden verletzt. Nach Angaben der Ermittler hatten die Opfer keine Verbindungen zur organisierten Kriminalität.
Urteil im Berufungsverfahren
Insgesamt standen sieben Personen vor Gericht. Das Berufungsgericht bestätigte die lebenslangen Haftstrafen gegen mehrere Angeklagte.
Abdifatah Yahye Omar wurde nun ebenfalls zu lebenslanger Haft verurteilt. Er wurde wegen Mordes, vierfachen versuchten Mordes sowie Brandstiftung schuldig gesprochen. In erster Instanz war er noch freigesprochen worden. Das Gericht sah es im Berufungsverfahren als erwiesen an, dass Omar an beiden Schusswaffenangriffen beteiligt war und zu den Schützen gehörte.
Das Gericht betonte die besondere Schwere der Taten. Die Angriffe seien rücksichtslos ausgeführt worden und hätten unbeteiligte Personen getroffen.
Personen, die Angaben zum Aufenthaltsort des Tatverdächtigen machen können, werden gebeten, sich an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden zu wenden.


