Europas Most Wanted – Mutmasslicher Kopf der „Black Basta“-Bande
Europas Most Wanted – Mutmasslicher Kopf der „Black Basta“-Bande
Redaktion Polizeiticker Schweiz
Oleg Evgenievich NEFEDOV (Bildquelle: BKA)
Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das Bundeskriminalamt suchen den mutmasslichen Gründer und Anführer der Cybercrime-Gruppierung „Black Basta“. Dem Gesuchten werden weltweite Erpressungsangriffe vorgeworfen.
Aufgrund des Verdachts der Gründung einer kriminellen Vereinigung im Ausland sowie der Erpressung im besonders schweren Fall und weiterer Straftaten wird nach Oleg Evgenievich NEFEDOV (Нефедов Олег Евгеньевич) gefahndet.
Oleg Evgenievich NEFEDOV (oder: Oleg Evgenyevich) steht im Verdacht, die Gruppierung hinter der Schadsoftware „Black Basta“ gegründet und als deren Rädelsführer geleitet zu haben, wodurch ein wesentlicher Tatbeitrag zur Durchführung von globalen Cyberattacken geleistet wurde. Im Speziellen besteht der Verdacht, dass der Gesuchte unter den Pseudonymen "tramp", "tr", "gg", "AA", "kurva", "Washingt0n" und "S.Jimmi" die Ransomware „Black Basta“ entwickelte und etablierte.
Innerhalb der Gruppierung nahm er die Position des Geschäftsführers ein. Als dieser entschied er über Angriffsziele, rekrutierte Mitarbeiter, wies ihnen Aufgaben zu, nahm an Lösegeldverhandlungen teil, verwaltete die Taterträge aus den Lösegelderpressungen und bezahlte damit die Mitglieder der Gruppierung.

Ein weiteres Bild des International gesuchten Cyberkriminellen (Bildquelle: BKA)
Somit hat der Gesuchte als Rädelsführer den fortlaufenden Einsatz der Ransomware „Black Basta“ sowie weiterer Schadsoftware unterstützt, mittels derer die Gruppierung fremde Computersysteme infiltrierte, Daten entwendete und Systeme verschlüsselte, um ein Lösegeld, zahlbar in Kryptowährungen, zur Entschlüsselung zu verlangen.
Weitere Details
Die Tätergruppierung ist seit mindestens Anfang 2022 aktiv und verwendete verschiedene Schadsoftware-Varianten, darunter die gleichnamige, namensgebende Ransomware „Black Basta“, um Computersysteme zu infizieren, sensible Daten zu stehlen, Systeme zu verschlüsseln und ein Lösegeld, zahlbar in Kryptowährungen, zur Entschlüsselung zu verlangen.
Der Beschuldigte steht im Verdacht, Gründer sowie Rädelsführer der „Black Basta“-Gruppierung zu sein und als solcher für die Erpressung von mehr als 100 Unternehmen im Bundesgebiet, sowie ca. 600 weiterer weltweit verantwortlich zu sein.
Es ist davon auszugehen, dass der Gesuchte in der Russischen Föderation lebt. Der aktuelle Aufenthaltsort des Gesuchten ist unbekannt.

Ermittler bitten um Hinweise zu mutmasslichem Rädelsführer (Bildquelle: BKA)
Für die Polizei ist die Beantwortung folgender Fragen von Bedeutung:
- Haben Sie Oleg Evgenievich NEFEDOV gesehen?
- Können Sie Angaben zum aktuellen Aufenthaltsort des Gesuchten machen?
- Haben Sie Hinweise auf Reisen des Gesuchten außerhalb der Russischen Föderation?
- Hatten oder haben Sie Kontakt zu dem Gesuchten?
- Haben Sie Hinweise auf aktuelle Online-Präsenzen oder auf aktuell genutzte Kommunikationsmittel des Gesuchten?
- Hinweise können in begründeten Fällen vertraulich behandelt werden.
Dem Bundeskriminalamt sind sowohl die Anfang 2025 unter dem Namen „Black Basta-Leaks“ als auch die Anfang 2022 publik gewordenen sogenannten „Conti-Leaks“, „Trickbotleaks“ und „Trickleaks“ bekannt. Hinweise auf diese Daten sind nicht erforderlich.
Hinweise kann man HIER abgeben
Quelle der Polizeinachricht: BKA
