Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) baut beim Cholfirsttunnel einen zusätzlichen Notausgang. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Sommer 2027.
Zwischen 2020 und 2026 wurde beim Cholfirsttunnel ein Sicherheitsstollen erstellt. Dieser ist über sechs Notausgänge mit dem Tunnel verbunden und bietet den Verkehrsteilnehmenden sichere Fluchtmöglichkeiten im Ereignisfall. Zwischen dem Südportal des Sicherheitsstollens und dem Notausgang 6 sind die Abstände gemäss den neuesten Bestimmungen zur Tunnelsicherheit zu gross.
Um sämtliche Sicherheitsnormen zu erfüllen, ist die Erstellung eines zusätzlichen Notausgangs (NA7) notwendig.
Das Bundesamt für Strassen ASTRA führt den Bau des NA7 als eigenständiges Teilprojekt, das unabhängig vom Sicherheitsstollen realisiert wird. Es wurde während des Baus des Sicherheitsstollens erarbeitet. Eine Aufnahme des NA7 in das Gesamtprojekt hätte den Baustart des Sicherheitsstollens verzögert und damit auch die Sicherstellung der Tunnelsicherheit im Cholfirsttunnel.
Bauarbeiten ab Juni 2026
Aufgrund des schwierigen Baugrunds sowie unter Rücksichtnahme des nahegelegenen Waldes und Grundwasserfassung musste die Bauweise des NA7 angepasst werden: Dieser besteht aus einem vertikalen Schacht mit vier Geschossen, drei davon
unterirdisch, und liegt oberhalb der Gemeinde Flurlingen, nördlich der Lahmerstrasse. Der Ausgang ins Freie wird mit einer begrünten Dachfläche in die Landschaft integriert.
Die Arbeiten für den NA7 starteten Ende Juni 2026 und dauern rund ein Jahr. Im Bereich der Baustelle, die über die Winterthurerstrasse via Neustrasse und Lahmerstrasse erschlossen wird, ist mit erhöhtem Baustellenverkehr zu rechnen. Die
Lahmerstrasse in Flurlingen kann während der Bauarbeiten durch den Velo- und Fussgängerverkehr genutzt werden, sämtliche Grundstücke sind während der gesamten Bauzeit für Anwohnerinnen und Anwohner erreichbar.
Das ASTRA wird bei projektbedingten Sperrungen des Cholfirsttunnels sowie Umleitungen im Bereich der Baustelle frühzeitig über die Projektwebseite informieren. Das ASTRA sowie die beteiligten Unternehmen sind bemüht, die Einschränkungen während der gesamten Bauzeit so gering wie möglich zu halten, und danken für das Verständnis.
Quelle der Nachricht: ASTRA

