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Glarus

Glarus - Die Landsgemeinde wird auf den 5. September 2021 verschoben

Die Landsgemeinde wird im Kanton Glarus auf den September verschoben.
Die Landsgemeinde wird im Kanton Glarus auf den September verschoben. (Bildquelle: BAG)

Der Regierungsrat verschiebt die Landsgemeinde 2021 aufgrund der Coronavirus-Pandemie. Er geht davon aus, dass sich bis im September die pandemische Lage entspannt, weil Flächentests und Impfungen das Coronavirus zurückdrängen können.

Der Regierungsrat verschiebt die Landsgemeinde 2021 auf den 5. September 2021 und folgt damit der Empfehlung einer internen Arbeitsgruppe. Die pandemische Lage ist derzeit immer noch angespannt. Eine am 2. Mai durchgeführte Landsgemeinde wäre die erste Grossveranstaltung nach langer Zeit und mit entsprechenden Unsicherheiten verbunden. Aufgrund der aktuellen Situation ist davon auszugehen, dass viele Stimmberechtigte der Landsgemeinde fernbleiben würden.

Lage im Kanton Glarus noch nicht entspannt genug

Die zweite Welle traf den Kanton Glarus viel stärker als die erste, vor allem in Gesundheitseinrichtungen. Die Zahl neu auftretender Erkrankungen und auch die Zahl der Todesfälle war im Vergleich zur ersten Welle sehr hoch (bis 1. Juni 2020 12 Todesfälle, ab November 2020 Anstieg auf 70 Todesfälle). Im Dezember 2020/Januar 2021 waren die Kennzahlen im Vergleich zur übrigen Schweiz sehr hoch. Das Kantonsspital Glarus war stark belastet.

Landsgemeinde im September

Es ist der feste Wunsch des Glarner Regierungsrates, dass die Landsgemeinde 2021 stattfindet. Sie soll vom 2. Mai auf den 5. Septemer verschoben werden. Für eine Entspannung der pandemischen Lage im Frühherbst spricht, dass bis dann die Zahl der geimpften Personen deutlich steigt. Zudem wird sich bis dann auch das Konzept der präventiven Flächentests kantonsweit etabliert haben.

Wenn es wieder nicht geht...

Nachdem 2020 die Landsgemeinde wegen der Pandemie zuerst verschoben und dann im Spätsommer (erstmals in der Neuzeit) ganz abgesagt werden musste, wurde sie für 2021 im üblichen Rahmen vorbereitet. Bereits an seiner Sitzung vom 12. Januar 2021 hat sich der Regierungsrat mit der Frage befasst, wie bei einer erneuten Absage der Landsgemeinde im Jahr 2021 vorzugehen ist (Medienmitteilung). Er schlägt dem Landrat ein stufenweises Vorgehen vor, bei dem die Dringlichkeitesrechte erweitert und die Durchführung von Urnenabstimmungen erwogen werden.