Symbolbild (Bildquelle: Rega)
Die Zahl der Verkehrsunfälle ist 2025 deutlich gestiegen. Hauptursache bleibt Unaufmerksamkeit, drei Menschen verloren ihr Leben.
Im Jahr 2025 registrierte die Kantonspolizei 382 Verkehrsunfälle. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr (326) eine Zunahme von 56 Unfällen.
Einordnung der Unfallzahlen im Zeitverlauf
Ein Blick auf die Unfallentwicklung zeigt, dass die aktuellen Unfallzahlen mit 382 leicht über dem Zehnjahresdurchschnitt (360) liegen und sich zugleich auf dem Niveau des Fünfjahresdurchschnitts (380) bewegen.
Entwicklung der Verletztenzahlen und Altersstruktur
Es verletzten sich im Berichtsjahr 72 Personen leicht und 30 schwer. Mit dem Total von 102 Verletzten (Vorjahr 91) entspricht der Wert dem langjährigen Durchschnitt. Leider mussten 3 Todesopfer beklagt werden (Vorjahr 2). Die Auswertung der letzten Jahre zeigt, dass ältere Personen bei tödlichen Verkehrsunfällen häufig betroffen sind – ein Bild, das sich auch 2025 bestätigt hat. Die Unfallzahlen bei Verkehrsteilnehmenden ab 65 Jahren schwanken in den letzten Jahren deutlich. Im Jahr 2025 wurden 25 entsprechende Unfälle registriert, im längerfristigen Vergleich zeigt sich jedoch keine Zunahme.
Die meisten Unfälle ereigneten sich im Oktober (45), an Samstagen (66) sowie in der Zeit zwischen 16:00 und 16:59 Uhr (32).
Unfälle bei Fussgängern und Automobilisten
Die Zahl der Fussgängerunfälle stieg im Berichtsjahr an. Insgesamt verletzten sich 11 Fussgänger im Strassenverkehr (Vorjahr 4). Im Mehrjahresvergleich zeigt sich eine schwankende Entwicklung mit einem Höchstwert von 17 verletzten Fussgängern im Jahr 2023, während die aktuellen Zahlen wieder unter diesem Niveau liegen.
Die Zahl der Unfälle mit Personenwagen stieg 2025 auf 281 (+43). Auch bei den Motorrädern wurde mit 27 Unfällen (Vorjahr 17) eine Zunahme verzeichnet. Der Anstieg des gesamten Unfallgeschehens ist damit vor allem durch mehr Unfälle mit Personenwagen geprägt, Motorräder trugen ebenfalls dazu bei.
Die E-Bike-Unfälle haben sich seit 2021 von 5 auf 10 Fälle erhöht und sich zuletzt auf diesem Niveau stabilisiert. Gleichzeitig hat die Verbreitung von E-Bikes in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Bei den Fahrrädern ging die Zahl der Unfälle 2025 hingegen von 17 (2024) auf 13 zurück.
Hauptunfalltypen und Ursachen
- 2025 entwickelten sich die Hauptunfalltypen unterschiedlich:
- 120 Schleuder- oder Selbstunfälle (118),
- 51 Auffahrunfälle (49),
- 56 Parkierungsunfälle (39),
- 42 Abbiege-/Einbiegeunfälle (43),
- 32 Tierunfälle (25) und
- 8 Frontalkollisionen (5).
Hauptunfallursachen waren die Unaufmerksamkeit und Ablenkung (128), der Lenkerzustand (32) und die Vortrittsmissachtung (24).
Keine Unfälle bei fahrzeugähnlichen Geräten – E-Trottinetts mit leichter Zunahme
Im Jahr 2025 war in der Kategorie der fahrzeugähnlichen Geräte FäG (motorlose Geräte wie Inline-Skates, Rollschuhe, Kickboards, Mini-Trottinette, Kinderräder oder Rollbretter) kein Unfall zu verzeichnen. Im Bereich der Elektro-Trottinetts wurden 3 Unfälle registriert. In den Vorjahren jeweils einer.
Lenkerzustand
Die Zahl der Unfälle aufgrund von Fahrunfähigkeit ist im Jahr 2025 deutlich gesunken. Insgesamt wurden 32 entsprechende Unfälle registriert, gegenüber 42 im Vorjahr.
Hauptursache bleibt weiterhin Alkohol, der in 15 Fällen (28 im Vorjahr) eine Rolle spielte. Ebenfalls häufig waren Übermüdung (9 Fälle) sowie medizinische Ursachen (5 Fälle). Drogenkonsum wurde im Jahr 2025 in einem Fall als Unfallursache festgestellt, nachdem in den Vorjahren keine entsprechenden Fälle registriert worden waren.
Prävention wird grossgeschrieben
Die Kantonspolizei setzte im Berichtsjahr verschiedene Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit um. Dazu gehörten unter anderem gezielte und koordinierte Verkehrskontrollen zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten, Instruktionen in Kindergärten, Schulwegüberwachung, Verkehrsunterricht im Verkehrsgarten sowie verschiedene Plakatkampagnen und Präventionsaktionen wie «Schulanfang», «toter Winkel bei Lastwagen» und die mittlerweile sehr beliebte Standaktion «Licht gibt Sicht» auf dem Rathausplatz mit der Gratisabgabe von Verkehrssicherheitsmaterial. Präventions- und Kontrollmassnahmen bleiben ein zentraler Bestandteil der Verkehrssicherheitsarbeit und werden auch im Jahr 2026 weitergeführt.
Jeder Unfall ist einer zu viel
Die Kantonspolizei appelliert an die Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme im Strassenverkehr und erinnert einmal mehr an die Erfolgsfaktoren für eine unfallfreie Fahrt:
«Aufmerksamkeit» – «angepasste Geschwindigkeit» – «genügend Abstand»
Quelle der Polizeinachricht: Kapo GL


