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Kanton Tessin – Warnung vor Schockanrufen

09.03.2026 | 08:37

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Kanton Tessin – Warnung vor Schockanrufen

Symbolbild (Bildquelle: Schweizerische Kriminalprävention)

Die Kantonspolizei Tessin warnt vor einer Zunahme von sogenannten Schockanrufen bei älteren Menschen. Seit Jahresbeginn wurden mehrere Betrugsversuche gemeldet, vier Fälle führten zu einem Schaden von mehreren hunderttausend Franken. Die Täter gaben sich als Polizisten, Ärzte oder Verwandte aus.

Die Kantonspolizei teilt mit, dass in den letzten Wochen eine Zunahme der sogenannten Betrugsfälle bei älteren Menschen durch «Schockanrufe» zu verzeichnen war. Seit dem 1. Januar wurden mehrere Betrugsversuche gemeldet, bei denen sich die Täter als Polizisten, Ärzte oder Enkelkinder ausgaben, um die Opfer zu täuschen und ihnen Geld oder Wertsachen zu entwenden. Bis heute wurden vier Betrugsfälle verzeichnet, die einen Gesamtschaden von mehreren hunderttausend Franken verursacht haben.
Um auf die Gefahren dieser Art von Betrug aufmerksam zu machen, wenden wir uns erneut an die Bevölkerung, an Familienangehörige und an diejenigen, die ältere Menschen betreuen oder für sie da sind, sowie an die Medien.

Wie die Betrüger vorgehen:

Das Opfer wird in der Regel telefonisch von einer Person kontaktiert, die sich als Polizeibeamter ausgibt und mitteilt, dass ein Verwandter in einen schweren Unfall verwickelt wurde und eine Kaution gezahlt werden muss, um eine Verhaftung zu vermeiden.
Alternativ kann sich der Betrüger auch als Arzt ausgeben und mitteilen, dass ein Verwandter im Krankenhaus liegt und dringend eine teure, experimentelle oder anderweitig nicht von der Versicherung abgedeckte Behandlung benötigt. Die Täter nutzen die knappe Zeit aus und setzen das Opfer unter Druck, damit es sofort das verfügbare Geld oder die zu Hause aufbewahrten Wertsachen aushändigt.
Als letzte Variante geben sich die Betrüger als Enkel aus und nachdem sie eine Beziehung zum Opfer aufgebaut haben, geben sie vor, Geld zu benötigen, um ein Immobiliengeschäft oder ein anderes Geschäft abzuschliessen, das sonst platzen würde.
Die Betrüger sind äusserst geschickt darin, plausible Situationen zu erfinden, und sobald sie Kontakt zum Opfer aufgenommen haben, lassen sie es nicht zu, das Gespräch zu unterbrechen, indem sie sowohl den Festnetz- als auch den Mobilfunkanschluss in der Leitung halten, falls erforderlich.
An diesem Punkt bringen sie das Opfer dazu, Geld bei Banken oder Postämtern abzuheben und Wertsachen aus dem Haus (Gold, Schmuck usw.) zusammenzusuchen, um schliesslich einen Termin zur Abholung der Ware zu vereinbaren.
Dieses Phänomen ist besonders heimtückisch, und das Erkennen der verwendeten Techniken kann entscheidend sein, um sich zu schützen.

Tipps zum Schutz:

  • Seien Sie immer misstrauisch, wenn Sie Anrufe mit Geldforderungen erhalten.
  • Nennen Sie am Telefon niemals die Namen Ihrer Verwandten.
  • Geben Sie in Notfällen an, dass Sie sich zuerst mit jemand anderem beraten müssen, und beenden Sie das Telefongespräch sofort. Kontaktieren Sie dann einen vertrauenswürdigen Verwandten und überprüfen Sie die Informationen.
  • Geben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Fremde weiter.
  • Geben Sie niemandem Informationen über Ihr Vermögen, weder über das, was Sie zu Hause aufbewahren, noch über das, was Sie auf der Bank haben.
  • Wenn Ihnen ein Anruf verdächtig erscheint, informieren Sie sofort die Polizei unter der Notrufnummer 117.
  • Informieren Sie Ihre Verwandten und Bekannten über diese Art von Betrug und machen Sie sie auf die Risiken aufmerksam.
  • Sperren Sie „anonyme” Nummern auf Ihrem Telefon.
Sie haben zudem die Möglichkeit, Ihre Telefonnummer aus Online-Verzeichnissen wie local.ch und search.ch zu entfernen.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo TI

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