Im Kanton Waadt wurden im Jahr 2025 insgesamt 7'093 Einbrüche registriert, deutlich mehr als im Vorjahr. Mit Beginn der dunklen Jahreszeit warnt die Polizei nun vor Dämmerungseinbrüchen und kündigt eine kantonsweite Präventionsaktion an.
Die Einbruchszahlen im Kanton Waadt sind deutlich gestiegen. Wie aus einer Mitteilung der kantonalen Behörden vom Montag, 26. Oktober 2026, hervorgeht, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 7'093 Einbrüche verzeichnet. Im Jahr 2024 waren es noch 6'517 Fälle gewesen. Das entspricht einem Anstieg um 8,8 Prozent.
Auch schweizweit bleibt die Einbruchskriminalität auf einem hohen Niveau. Im Jahr 2025 wurden 46'636 Einbruch- und Einschleichdiebstähle registriert, gegenüber 46'070 im Vorjahr. Damit lag die Zahl zum dritten Mal in Folge über dem Niveau vor der Corona-Pandemie.
Dämmerungseinbrüche zwischen September und März besonders häufig
Mit den kürzer werdenden Tagen steigt auch das Risiko sogenannter Dämmerungseinbrüche. Zwischen September und März nutzen Einbrecher vermehrt die frühen Abendstunden, um in Häuser und Wohnungen einzudringen.
Besonders gefährdet sind Gebäude, die unbewohnt wirken. Dunkle Fenster, überfüllte Briefkästen oder längere Abwesenheiten können darauf hindeuten, dass niemand zu Hause ist.
Polizei Waadt informiert am 14. November über Einbruchschutz
Als Reaktion auf die Einbruchgefahr beteiligt sich die Waadtländer Polizei an der nationalen Präventionskampagne «Einbruch in Sicht?».
Am Samstag, 14. November 2026, werden Polizeikräfte in verschiedenen Einkaufszentren des Kantons anzutreffen sein. Dort informieren sie die Bevölkerung über Möglichkeiten zum Einbruchschutz und verteilen entsprechendes Informationsmaterial.
So können Sie sich vor Einbrüchen schützen
- Lassen Sie Ihre Wertsachen nicht offen sichtbar oder leicht zugänglich liegen.
- Simulieren Sie Ihre Anwesenheit, wenn Sie Ihr Haus verlassen.
- Türen und Fenster immer abschliessen.
- Verstecken Sie Ihre Schlüssel niemals ausserhalb Ihres Hauses.
- Leeren Sie Ihren Briefkasten regelmässig.
- Informieren Sie Ihre Nachbarn, wenn Sie verreist sind.
- Kündigen Sie Ihre Abwesenheit nicht in den sozialen Medien an.
- Im Falle eines Einbruchs oder verdächtigen Verhaltens rufen Sie die 117 an.
- Lassen Sie sich beraten: Viele Polizeikräfte sowie private Unternehmen verfügen über spezialisierte Sicherheitsberater.
