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Mehr Verkehrsunfälle in Nidwalden – weniger Todesopfer

23.03.2026 | 10:37

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Mehr Verkehrsunfälle in Nidwalden – weniger Todesopfer

Unfall Stans-Süd (Bildquelle: Kantonspolizei Nidwalden)

Im Kanton Nidwalden ist die Zahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2025 deutlich gestiegen. Gleichzeitig gab es weniger schwere und tödliche Unfälle als im Vorjahr.

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 236 Verkehrsunfälle registriert. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme um 25 Verkehrsunfälle beziehungsweise rund 12%. Von den 236 polizeilich registrierten Verkehrsunfällen führten 98 Unfälle zu Personenschäden. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem 100 Unfälle mit Verletzten registriert wurden, kam es trotz 25 Unfällen mehr zu 2 Unfällen weniger mit Verletzten.
Während im Jahr 2024 noch vier tödliche Verkehrsunfälle zu verzeichnen waren, kam es im Jahr 2025 auf den Strassen des Kantons Nidwalden noch zu einem Verkehrsunfall mit Todesfolge. Von den insgesamt 236 Verkehrsunfällen im Jahr 2025 entfielen 138 Fälle auf Unfälle mit reinem Sachschaden. Im Vergleich zum Vorjahr mit 111 Fällen entspricht dies einer Zunahme um 27 Fälle, was einem Anstieg von rund 24% gleichkommt.
Auch im Vergleich zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre mit 113 Verkehrsunfällen mit Sachschaden zeigt sich eine deutliche Steigerung. Die Zahl liegt um 25 Fälle höher als der Fünfjahresdurchschnitt, was einer Zunahme von rund 22% entspricht. Bei den gesamthaft 98 Verkehrsunfällen mit Körperverletzung im Jahr 2025 wurden insgesamt 105 Erwachsene sowie 6 Kinder verletzt.
Im Vorjahr waren es 98 verletzte Erwachsene und 8 verletzte Kinder. Damit ist die Zahl der verletzten Erwachsenen um 7 Personen gestiegen, während bei den verletzten Kindern ein Rückgang um 2 Fälle zu verzeichnen ist. Als erheblich verletzt galten im vergangenen Jahr 17 erwachsene Personen.
Gegenüber dem Vorjahr mit 25 erheblich verletzten Erwachsenen entspricht dies einem Rückgang um 8 Personen beziehungsweise rund 32%. Bei den Kindern bis 15 Jahre wurden im Jahr 2025 keine schweren Verletzungen registriert.
Im Vorjahr mussten in dieser Altersgruppe noch zwei schwere Verletzungen verzeichnet werden. Wie bereits in den vergangenen Jahren ereigneten sich die meisten Verkehrsunfälle erneut in der Gemeinde Stans. Mit 77 registrierten Unfällen wurde der Vorjahreswert von 42 Fällen deutlich überschritten. Damit verzeichnet Stans zugleich die grösste Zunahme im Vergleich zu den übrigen Gemeinden.
An zweiter Stelle folgt Hergiswil mit 41 Verkehrsunfällen, gegenüber 33 Unfällen im Vorjahr, was ebenfalls einer spürbaren Zunahme entspricht. Wie bereits im Vorjahr wurden in Dallenwil mit 5 Verkehrsunfällen die wenigsten Ereignisse registriert. Gegenüber dem Vorjahr mit 6 Unfällen ist hier sogar ein leichter Rückgang festzustellen. In den übrigen Gemeinden blieben die Unfallzahlen im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert, sodass sich dort insgesamt eine stabile Entwicklung zeigt.
Im Jahr 2025 ereigneten sich 119 Verkehrsunfälle innerorts und 117 Verkehrsunfälle ausserorts, davon 40 Unfälle auf der Autobahn. Das Verhältnis zwischen innerörtlichen und ausserörtlichen Verkehrsun- fällen blieb damit gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert, sodass sich auch in der räumlichen Verteilung des Unfallgeschehens eine gleichbleibende Struktur zeigt.
Fussgänger
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 8 Fussgängerinnen und Fussgänger verletzt. Im Jahr 2024 waren es 12 verletzte Personen, im Jahr 2023 11, womit sich die Zahl der verletzten Fussgänger auf einem vergleichbaren Niveau bewegt. Von den im Jahr 2025 verletzten Fussgängerinnen und Fussgänger erlitt eine Person erhebliche Verletzungen, während 7 Personen leicht verletzt wurden.
Fahrzeugähnliche Geräte (FäG) / Elektro-Trottinett
Im vergangenen Jahr wurden je zwei Unfälle mit einem fahrzeugähnlichen Gerät beziehungsweise einem Elektro-Trottinett registriert. Dabei kam es in einem Fall zu einer erheblichen Verletzung und in den anderen Fällen zu einer leichten Verletzung.
Fahrrad / E-Bike
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 20 Verkehrsunfälle mit Fahrrädern sowie 18 Unfälle mit E-Bikes registriert. Von den E-Bike-Unfällen entfielen 14 auf langsame E-Bikes. In dieser Gruppe wurden drei Personen erheblich verletzt und zehn Personen leicht verletzt. Darüber hinaus ereigneten sich vier Unfälle mit schnellen E-Bikes, bei denen ausschliesslich leichte Verletzungen zu verzeichnen waren. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich eine unterschiedliche Entwicklung. Während die Zahl der Fahrradunfälle von 15 auf 20 angestiegen ist, ging die Anzahl der Unfälle mit langsamen E-Bikes zurück (Vorjahr: 19 Unfälle). Auch bei den schnellen E-Bikes ist ein Rückgang von sechs auf vier Unfälle festzustellen.
Motorrad
Im aktuellen Berichtsjahr wurden insgesamt 21 Verkehrsunfälle mit Motorrädern registriert. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem 31 Motorradunfälle verzeichnet wurden, entspricht dies einer Abnahme um rund 32%. In der Gesamtstatistik des Berichtsjahres ist ein Verkehrsunfall mit Todesfolge zu verzeichnen. Bei der getöteten Person handelte es sich um einen Motorradfahrer.
Unfallursache
Wie bereits im Vorjahr steht Unaufmerksamkeit und Ablenkung an erster Stelle der Unfallursachen. Mit 67 registrierten Fällen gegenüber 50 im Vorjahr entspricht dies einer Zunahme um 34%. Diese deutliche Steigerung unterstreicht die weiterhin wachsende Bedeutung dieses Risikofaktors im Strassenverkehr. An zweiter Stelle folgt die Missachtung des Vortritts mit 36 Fällen, verglichen mit 31 im Vorjahr. Der Zustand des Fahrers (z. B. Beeinträchtigung durch Alkohol, Medikamente oder Übermüdung) wurde in 30 Fällen als Unfallursache festgestellt, im Vorjahr waren es 32 Fälle. Dies kann damit insgesamt als weitgehend stabil beziehungsweise nahezu gleichbleibend bezeichnet werden.
Unfalltyp
Bei den Unfalltypen stehen weiterhin die Schleuder- oder Selbstunfälle an erster Stelle. Im Berichtsjahr wurden 94 solcher Unfälle registriert, gegenüber 92 im Vorjahr. Dies entspricht einer leichten Zunahme um rund 2% und zeigt ein insgesamt stabiles Niveau in diesem Bereich. An zweiter Stelle folgen die Parkunfälle mit 48 Fällen. Im Vergleich zu 32 Fällen im Vorjahr bedeutet dies eine deutliche Zunahme um 50%. Damit ist in diesem Unfalltyp die stärkste prozentuale Steigerung festzustellen. An dritter Stelle stehen die Auffahrunfälle mit 32 registrierten Fällen gegenüber 20 im Vorjahr. Dies entspricht einer Zunahme um 60% und weist auf eine markante Entwicklung in diesem Bereich hin. Insgesamt zeigen die Zahlen insbesondere bei den Parkier- und Auffahrunfällen eine klare Aufwärtstendenz.
Örtlichkeiten
Die Verkehrsunfälle verteilten sich im Berichtsjahr auf die verschiedenen Strassentypen in unterschiedlichem Ausmass. Mit 100 Unfällen ereignete sich der grösste Anteil auf Nebenstrassen, was rund 43% des gesamten Unfallgeschehens entspricht. Auf Hauptstrassen wurden 93 Unfälle registriert, was einem Anteil von etwa 40% entspricht. Deutlich geringer fiel der Anteil auf Autobahnen aus, auf denen 40 Un- fälle verzeichnet wurden, was rund 17% aller Unfälle entspricht.
Unfälle nach Monaten, Wochentagen und Tageszeiten
Die Auswertung nach zeitlichen Faktoren zeigt deutliche Schwerpunkte im Unfallgeschehen. Der Monat Juni wies mit 30 Unfällen die höchste Unfallzahl im Jahresverlauf auf. Betrachtet man die Wochentage, ereigneten sich die meisten Unfälle am Freitag, an dem 37 Unfälle registriert wurden. Im Tagesverlauf lag der Schwerpunkt zwischen 14:00 Uhr und 15:00 Uhr, in diesem Zeitraum kam es mit 23 Unfällen zur höchsten Unfallhäufigkeit.
Schlussbemerkungen
Die Verkehrsunfallstatistik 2025 zeigt insgesamt eine Zunahme des Unfallgeschehens im Kanton Nidwalden, insbesondere bei den Verkehrsunfällen mit Sachschaden sowie in einzelnen Unfallkategorien und -typen. Trotz der höheren Gesamtzahl an Unfällen ist positiv hervorzuheben, dass die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben ist und sich insbesondere bei den tödlichen Verkehrsunfällen eine deutliche Verbesserung zeigt.
Die vorliegenden Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, bestehende Präventions- und Sensibilisierungsmassnahmen weiterzuführen und gezielt auszubauen. Insbesondere Massnahmen zur Förderung der Aufmerksamkeit im Strassenverkehr sowie zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für besonders gefährdete Verkehrsteilnehmende bleiben von zentraler Bedeutung, um die Verkehrssicherheit nachhaltig zu verbessern und die Zahl der Verkehrsunfälle langfristig zu reduzieren.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo NW

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