Das World Economic Forum (WEF) stellt einen Grosseinsatz für die Polizeikorps der Schweiz dar, auch ausserhalb von Davos. Der Einsatz wird gesamtschweizerisch geplant. Die Kantonspolizei Zürich wirkt wie schon in den Vorjahren bei der polizeilichen Sicherung des WEF massgeblich mit. Sie ist dabei in dreierlei Hinsicht stark für die Sicherheit der Gäste und der Bevölkerung engagiert.
Erstens stellt sie wie die meisten kantonalen Polizeikorps und grösseren städtischen Korps im
Rahmen eines interkantonalen Polizeieinsatzes (IKAPOL) zahlreiche Einsatzkräfte zur
Unterstützung der Kantonspolizei Graubünden in Davos zur Verfügung.
Zweitens ist die
Kantonspolizei Zürich im eigenen Kanton vor allem mit der Einreise und dem Transfer der WEFGäste befasst. Und drittens ist trotz der Mehrbelastung die polizeiliche Versorgung im Kanton
weiter zu garantieren.
Einsatzabschnitt Graubünden: Den Einsatz im Bündnerland leitet die Kantonspolizei Graubünden.
Sie weist den Kontingenten aus den andern Korps Aufgaben und Einsatzorte zu. Dabei ist vor
allem an Personenschutz- oder allgemeine Sicherungsaufgaben zu denken. Genaue Angaben zur
Anzahl an Polizeiangehörigen, die zur Unterstützung nach Davos entsandt werden, können nicht
bekannt gegeben werden, da diese Rückschlüsse auf das polizeiliche Dispositiv zulassen würden.
Einsatzabschnitt Zürich: In diesen Tagen reisen zahlreiche völkerrechtlich geschützte
Vertreterinnen und Vertreter ausländischer Regierungen und internationaler Organisationen über
den Flughafen Zürich in die Schweiz ein und machen sich auf den Weg ans WEF. Die
Flughafenbetreiberin, die Flughafen Zürich AG, rechnet damit, dass sich die zusätzlichen Starts
und Landungen während der WEF-Woche im Umfang der letzten Jahre bewegen; im Vergleich zu
einem Durchschnittstag verzeichnete der Flughafen Zürich 2018 täglich rund 130 zusätzliche
Flugbewegungen (vgl. Medienmitteilung der FZAG vom 17.01.2019). Für die sichere Einreise und
das Begleiten der zahlreichen Gäste leistet die Kantonspolizei Zürich einen grossen Einsatz für
den Schutz und die sichere Einreise. So werden zum Beispiel in diesen Tagen etwa 110
völkerrechtlich geschützte Gäste wie etwa 4 Könige und 19 Präsidenten erwartet, für welche die
Polizei im Auftrag des Bundessicherheitsdiensts (BSD) Schutzmassnahmen trifft. Zu diesen
kommen 50 weitere Gäste mit erleichterter Einreise hinzu wie beispielsweise
Regierungsmitglieder, die zwar keinen Personenschutz erhalten, für die aber dennoch bei Einreise
und Ausreise im Auftrag des BSD polizeiliche Massnahmen durch die Kantonspolizei Zürich zu
treffen sind. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf den Sicherheitsmassnahmen rund um den
Flughafen Zürich. Um die Sicherheit von Reisenden und Zuschauern zu gewährleisten, werden
vermehrt Personen- und Fahrzeugkontrollen durchgeführt. Zudem stellt sie für den Flugplatz
Dübendorf die Grenzkontrolle sicher. Weiter liegt die sichere Verschiebung der Konvois nach
Davos in der Verantwortung der Kantonspolizei. Beim Begleiten der Konvois nach Davos wird sie
auch von der Stadtpolizei Zürich unterstützt, die daneben für die sicherheitspolizeilichen Aufgaben
in der Stadt Zürich zuständig ist.
Sicherheit im Kanton Zürich: Die Polizeiarbeit im Kanton Zürich kann gemäss heutiger Planung
ohne Abstriche auch während der WEF-Woche erfolgen. Es werden weder Öffnungszeiten von
Polizeiposten gekürzt, noch werden Patrouillendienste gestrichen. Um dafür die ganze Woche
hindurch über genügend personelle Reserven zu verfügen, hat die Kantonspolizei Zürich eine
Ruhetagsperre für Polizistinnen und Polizisten ausgesprochen.
Im vergangenen Jahr leisteten die Mitarbeitenden der Kantonspolizei Zürich rund 20‘000 Arbeitsstunden für eine sichere Durchführung des WEF und während dieser Zeit für die Sicherheit im
Kan-ton Zürich; etwa ein Fünftel dieser Stunden fiel am Austragungsort Davos an. An den beiden
Spitzentagen waren jeweils über 400 Polizistinnen und Polizisten der Kantonspolizei Zürich
ausschliesslich oder vor allem für das WEF im Einsatz. Grossen Einfluss auf diese Zahl hatten
dabei die polizeilichen Massnahmen rund um Anreise, Begleitung und Ausreise des
amerikanischen Präsidenten im vergangenen Jahr. Gemäss derzeitiger Planung ist daher nicht
damit zu rechnen, dass die dies-jährigen Spitzentage ähnlich hohe Werte erreichen. Der zu
leistende Aufwand reduziert sich damit voraussichtlich gegenüber dem Vorjahr.
Der Einsatz im Bündnerland wird nach den geltenden IKAPOL-Ansätzen vom Kanton Graubünden
entschädigt. Alle Arbeiten zur Sicherheit von völkerrechtlich geschützten Gästen, die vom BSD in
Auftrag gegeben wurden, werden dem Bund wie üblich in Rechnung gestellt.


