St.Gallen – Polizei verhindert Telefonbetrug bei älterem Ehepaar
Redaktion Polizeiticker Schweiz
Am Montag, 13. Juli 2026, verhinderten Ermittlungen der Kantonspolizei in St.Gallen einen Telefonbetrug zum Nachteil eines 82-jährigen Ehepaars. Zwei mutmassliche Täter wurden festgenommen.
Kurz vor 14:00 Uhr meldete sich ein 82-jähriger Mann bei der Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen. Er gab an, dass seine ebenfalls 82-jährige Ehefrau telefonisch kontaktiert worden sei. Die unbekannte Person habe sich als Sicherheitsmitarbeiter einer Bank ausgegeben und die Frau unter diesem Vorwand aufgefordert, eine grosse Bargeldsumme abzuheben.
Anschliessend sei die 82-Jährige angewiesen worden, das Bargeld in ein bestelltes Auto eines Taxiunternehmens zu legen. Gegenüber dem Autofahrer solle sie angeben, dass es sich um eine Lieferung für ihren Sohn handle. Gleichzeitig wurde ihr untersagt mit anderen Personen über den Anruf oder die geplante Übergabe zu sprechen.
Nach dem Meldungseingang nahm die Kantonspolizei St.Gallen umgehend Ermittlungen auf. Noch am selben Tag konnten zwei Männer angehalten werden, die mutmasslich im Zusammenhang mit dem Betrugsfall stehen. Sie wurden festgenommen. Dem 82-jährigen Ehepaar entstand kein finanzieller Schaden.
Bei den Festgenommenen handelt es sich um zwei als Touristen eingereiste Ukrainer im Alter von 18 und 50 Jahren ohne Aufenthaltstitel in der Schweiz. Die Kantonspolizei St.Gallen klärt unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen die Hintergründe ab. Dabei wird auch geprüft, ob die beiden Männer mit weiteren Delikten in Verbindung stehen.
Telefonbetrug – Ratgeber der Kantonspolizei St.Gallen
Betrüger geben sich oft als vermeintliche Polizisten, Mitarbeitende von Staatsanwaltschaft und Strafverfolgungsbehörden, Kriminalpolizei oder wie in diesem Fall Bankmitarbeitende aus. In unserem Ratgeber finden Sie Informationen zu Schockanrufen. Betrüger und Betrügerinnen wählen mit Vorliebe potenzielle Opfer aus, die 60 Jahre alt oder älter sind.
Diese versuchen sie telefonisch um ihr Vermögen zu betrügen. Die Kantonspolizei erteilt Informationen zu den häufigsten Varianten des Telefonbetrugs und gibt Tipps, um sich davor zu schützen.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo SG

