Waadt – 14-Jähriger nach Einbruch in Waffengeschäft gefasst
Redaktion Polizeiticker Schweiz
Zwischen dem 17. und 20. Oktober 2026 wurden in Morges und Bière VD mehrere Einbrüche und Einbruchsversuche in Waffengeschäfte verübt. Die Polizei nahm zwei Verdächtige im Alter von 14 und 19 Jahren fest. Ein weiterer Verdächtiger ist flüchtig.
Am Samstag, 17. Oktober, gegen 4.55 Uhr drangen mehrere Personen gewaltsam in ein Waffengeschäft in Morges ein. Anschliessend flüchteten sie mit gestohlenen Langwaffen in einem Fahrzeug.
Noch in derselben Nacht, um 5.26 Uhr, wurde bei einem weiteren Waffengeschäft in Bière Alarm ausgelöst. Dort war ein Einbruchsversuch gescheitert.
Trotz einer grossangelegten Fahndung konnten die beteiligten Fahrzeuge und deren Insassen zunächst nicht gefunden werden. Ob die beiden Vorfälle miteinander zusammenhängen, ist bislang nicht geklärt.
Zwei Verdächtige bei erneutem Einbruch festgenommen
Am Dienstag, 20. Oktober, gegen 3.30 Uhr bemerkte eine Patrouille der Waadtländer Gendarmerie ein verdächtiges Fahrzeug in der Nähe des bereits betroffenen Waffengeschäfts in Bière.
Einer von drei Verdächtigen war in das Geschäft eingebrochen, während die beiden anderen draussen warteten.
Die Polizei griff ein und konnte den mutmasslichen Einbrecher im Geschäft sowie einen weiteren Verdächtigen ausserhalb des Gebäudes festnehmen.
Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen 19-jährigen Franzosen und einen 14-jährigen Algerier, die beide in Frankreich wohnen.
Der dritte Verdächtige konnte flüchten und wird weiterhin intensiv gesucht. Bei diesem Einbruch wurden keine Waffen gestohlen.
Strafverfahren eingeleitet
Die Staatsanwaltschaft und das Jugendgericht haben jeweils eine Strafuntersuchung eröffnet. Die Ermittlungen führt die Kriminalbrigade der Waadtländer Kriminalpolizei.
Nach den Einvernahmen wurde für beide Beschuldigten Untersuchungshaft beantragt.
An den Einsätzen waren zahlreiche Polizeipatrouillen, die Diensthundebrigade, die Kriminaltechnik, die Spezialeinheit DARD sowie Luftunterstützung beteiligt. Auch das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) stand im Einsatz.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo VD