Symbolbild (Bildquelle: Kantonspolizei Waadt)
Mit den steigenden Temperaturen nimmt auch das rücksichtslose Verhalten im Strassenverkehr zu. Die Kantonspolizei Waadt reagiert darauf mit verstärkten Kontrollen gegen Lärm, Tuning und gefährliche Fahrweisen.
Mit dem Beginn der warmen Jahreszeit verzeichnet die Kantonspolizei Waadt jedes Jahr eine Zunahme von unangepasstem Verhalten im Strassenverkehr. Dazu zählen insbesondere laute Motorengeräusche, getunte Fahrzeuge, unnötige Rundfahrten sowie das gezielte Aktivieren von Sportauspuffen. Um dem entgegenzuwirken, kündigen die Behörden verstärkte und gezielte Kontrollen an.
Die Polizei stellt fest, dass solche Verhaltensweisen sowohl in städtischen Gebieten als auch auf beliebten Ausflugsstrecken wie Bergpässen auftreten. Dabei gehe es nicht nur um Lärmbelästigung, sondern auch um Sicherheitsrisiken für andere Verkehrsteilnehmende.
Hohe Beanstandungsquote bei Kontrollen
Die Bekämpfung von Verkehrslärm hat im Kanton Waadt bereits seit 2021 Priorität. Die Zahlen aus dem Jahr 2025 zeigen das Ausmass deutlich:Bei 18 Verkehrskontrollen wurden insgesamt 492 Fahrzeuge überprüft. Davon entsprachen 269 Fahrzeuge nicht den Vorschriften und wurden beanstandet.
In der Folge wurden:
- 16 Fahrzeuge sichergestellt,
- 31 Kontrollschilder entzogen, weil die Fahrzeuge nicht verkehrssicher waren.
Eine gezielte Kontrolle in Payerne am 14. März führte zusätzlich zu 8 Anzeigen und 2 Fahrzeugbeschlagnahmungen.
Klare gesetzliche Regelung
Die Polizei weist darauf hin, dass vermeidbarer Lärm ausdrücklich verboten ist. Grundlage dafür ist Artikel 33 der Verkehrsregelnverordnung (OCR).
Dieser untersagt unter anderem:
- unnötiges Aufheulenlassen des Motors
- absichtliche Lärmerzeugung durch Fahrweise
- den Einsatz von Sportauspuffen oder entsprechenden Modi
- Verstösse können mit Geldstrafen von bis zu 10’000 Franken geahndet werden.
Fokus auf bekannte Problemzonen
Die Kontrollen werden gezielt in bekannten Hotspots durchgeführt und teilweise durch Fachleute des Service des automobiles et de la navigation (SAN) unterstützt. Ziel ist es, sowohl technische Mängel als auch bewusstes Fehlverhalten konsequent zu ahnden.
Appell an die Verkehrsteilnehmenden
Die Kantonspolizei betont, dass das Geniessen der Frühlingszeit und des Fahrens legitim ist. Dies dürfe jedoch nicht auf Kosten der Ruhe, Lebensqualität und Sicherheit anderer geschehen.
Die Behörden rufen daher alle Verkehrsteilnehmenden dazu auf, sich rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst im Strassenverkehr zu verhalten.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo VD


