Waadt – Rund 2'000 Einsatzkräfte sichern Tour de France Femmes
Redaktion Polizeiticker Schweiz
Für den Grand Départ der Tour de France Femmes 2026 am 1. und 2. August haben die Kantone Waadt, Freiburg und Wallis ein umfangreiches Sicherheitskonzept erarbeitet. Rund 2'000 Einsatzkräfte sorgen für Sicherheit, Verkehrslenkung und Notfallversorgung.
Am Samstag, dem 1. und Sonntag, dem 2. August 2026 beginnt die Tour de France Femmes (TdFf) mit dem Grand Départ Suisse in Lausanne, gefolgt von der zweiten Etappe mit Start in Aigle.
Im Auftrag des Waadtländer Staatsrats hat die Kantonspolizei des Waadtländers zusammen mit allen kommunalen Polizeikräften des Waadtländers, den Kantonspolizeien von Freiburg und Wallis sowie den französischen Strafverfolgungsbehörden (Nationalgendarmerie und Nationalpolizei) einen speziellen „öffentlichen Sicherheitsstab“ (EM) gebildet.
Alle institutionellen Partner wurden zur Entwicklung des Gesamtsicherheitskonzepts konsultiert, darunter der Katastrophenschutz, die Feuerwehr, der Gesundheitssektor, die Generaldirektion Mobilität und Strassen, das Bundesamt für Zoll und Grenzschutz, das Katastrophenschutzteam des Kantons Waadt, der öffentliche Nahverkehr und private Sicherheitsdienste. Die Organisationskomitees der Etappen Lausanne und Aigle sowie die ASO (Amaury Sport Organisation) waren in den Planungsprozess eingebunden. Das Katastrophenschutzteam konzentrierte sich mehrere Monate lang auf die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung. Zu seinen Aufgaben gehörten Koordination, Sicherheitsführung, operatives Management, Ressourcen- und Personalplanung, Risikoanalyse und Kommunikation.
Die Sicherheitsvorkehrungen für dieses komplexe Rennen werden für beide Etappen von einer zentralen Einsatzleitung in Lausanne aus koordiniert. Die Kantone Freiburg und Wallis agieren jedoch innerhalb ihrer jeweiligen Gebiete völlig eigenständig. Um die Zusammenarbeit zu optimieren, wurden bestimmte Ressourcen zwischen den drei kantonalen Polizeikräften und der Waadtländer Stadtpolizei aufgeteilt. So werden beispielsweise insgesamt rund 2.000 Einsatzkräfte aus den Kantonen Waadt, Freiburg und Wallis sowie private Sicherheitskräfte über das gesamte Wochenende im Einsatz sein.
Am Samstag werden entlang der Strecke rund 896 und am Sonntag 1.134 Verkehrskontrollpunkte von Polizei, Katastrophenschutz und privaten Sicherheitsdiensten eingerichtet. Im Kanton Waadt haben zwanzig Feuerwehren und Rettungsdienste (SDIS) Sondermassnahmen ergriffen, um auf dringende Einsätze reagieren zu können. Dazu gehört die Aufrechterhaltung der Personalstärke in den Feuerwachen. Andere SDIS haben ihre Einsatzkräfte verlegt.
Mehrere wichtige Aufgaben und Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Sicherheit wurden berücksichtigt. Dazu gehören die Sicherung des Renngeländes und der errichteten Infrastruktur, die Gewährleistung der Flugsicherheit, die Bewältigung der Auswirkungen auf das Strassennetz der französischsprachigen Schweiz sowie die Sicherstellung der ständigen Erreichbarkeit der Notdienste (117-118-144), gegebenenfalls durch geografische Umstrukturierung. Das grundlegende Sicherheitskonzept ist gewährleistet, ebenso wie die Fähigkeit, bei anderen, nicht mit der Tour de France zusammenhängenden Ereignissen einzugreifen.
Das Team für die öffentliche Sicherheit muss zudem die Auswirkungen der Veranstaltung auf die Bevölkerung minimieren, die Feierlichkeiten koordinieren und den Zugang zu Informationen für diejenigen erleichtern, die von der Vollsperrung der von den Radfahrern genutzten Strassen betroffen sind. Hinzu kommen Einschränkungen im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten rund um die Tour de France, dem Schweizer Nationalfeiertag am 1. August und der Wiederaufnahme der Schweizer Fussballmeisterschaften (Super League und Challenge League).
Die Tour de France ist ein Sportereignis mit weltweiter Medienpräsenz. Die ASO setzt eine umfangreiche Infrastruktur ein, darunter auch Hubschrauber für die Bildübertragung. Daher wird es an diesen beiden Tagen zu einem hohen Flugaufkommen entlang der Rennstrecke kommen.
Drohnenflüge über dem Gebiet sind verboten.
Der Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge (Drohnen) ist gemäß kantonaler Verordnung verboten. Einzelheiten zu den Einschränkungen entnehmen Sie bitte der Karte des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAG).
Empfehlungen und praktische Ratschläge
Entlang der Strecke werden sich sowohl in Städten als auch auf Bergpässen grosse Menschenmengen versammeln, um den Werbekonvoi und die Radfahrer zu sehen.
Daher empfiehlt die Polizei Folgendes:
- Nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel; beachten Sie jedoch mögliche Behinderungen in den Stunden vor, während und nach der Veranstaltung.
- Beachten Sie die vorhandenen Hinweisschilder.
- Halten Sie sich hinter den Sicherheitsabsperrungen auf, sofern welche vorhanden sind.
- Beaufsichtigen Sie Ihre Kinder
- Hunde sind an der Leine zu führen
- Befolgen Sie die Anweisungen der Beamten vor Ort.
- Schützen Sie sich vor der Hitze und trinken Sie ausreichend.
- 20 Minuten bevor die Radfahrer vorbeikommen: Strasse nicht mehr überqueren!
- Strassensperrungen und Verkehrsbeschränkungen beachten
Aus Sicherheitsgründen werden die Strecken der Tour de France 2026 zwischen 1 Stunde 30 Minuten und 2 Stunden vor der Durchfahrt der Fahrer für den Verkehr gesperrt. Die Strassen werden je nach Fahrtrichtung 15 bis 30 Minuten nach der Durchfahrt des letzten Fahrers schrittweise wieder freigegeben. Ebenfalls aus Sicherheitsgründen ist das Parken entlang der Strassen strengstens verboten.
Für die Etappenorte Lausanne und Aigle gelten besondere Verkehrsbeschränkungen, insbesondere im Startbereich sowie im Zielbereich.
Das Kommando für öffentliche Sicherheit arbeitete daran, optimale Bedingungen für den reibungslosen Ablauf dieser Sport- und Festveranstaltung zu schaffen. Wie die Kommandeure der beteiligten Gendarmerieeinheiten erklärten: „Dieses System muss jederzeit flexibel sein und durch seinen Einsatz zur Souveränität und Sicherheit der Schweizer Sicherheitskräfte beitragen. Alle unsere Kräfte müssen erreichbar, einsatzbereit und beruhigend wirken.“
Zum Schluss bedankt sich die Abteilung für öffentliche Sicherheit im Voraus bei der Öffentlichkeit und den Nutzern für ihr Verständnis.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo VD

