Wichtiger Aufruf - Hohe Schneemengen - Wildtiere kämpfen um ihr Überleben
Jagd- und Fischereiverwaltung Appenzell
Wildtiere haben es im Schnee aktuell extrem schwierig. (Bildquelle: Jagd- und Fischereiverwaltung Appenzell)
Die hohen Schneemengen sind für die Wildtiere eine grosse Herausforderung. Wenn sie zusätzlich durch Menschen gestört werden, können Fluchtversuche teilweise tödlich enden.
In den letzten Tagen sind auch in der Ostschweiz sehr grosse Schneemengen gefallen. Die
mächtige Schneedecke verunmöglicht vielen wildlebenden Säugetieren die Fortbewegung. Im
Laufe der Evolution haben sich die Tiere unterschiedlichste Strategien angeeignet, um dem
Winter und dem damit verbundenen Nahrungsengpass zu trotzen. Das Anlegen von Fettreserven und das Herunterfahren des eigenen Stoffwechsels sowie kleinerer Organe sind faszinierende Beispiele von überlebenswichtigen Anpassungen.
Werden sowohl Säugetiere als auch Vögel (beispielsweise Schneehühner) unnötig in ihrer
Ruhe gestört, können sich Fluchtversuche tödlich auswirken. Nebst dem Aspekt des Tierschutzes gilt es auch zu bedenken, dass gestörte Tiere ihren durch Flucht verursachten Energieverbrach mit Knospen, Rinde, Blätter und Nadeln zu kompensieren versuchen und damit der Wildeinfluss auf unsere Wälder steigt. Bei der Planung von Freizeitaktivitäten ist zu beachten, dass
ein grosser Teil davon im Lebensraum der einheimischen wildlebenden Säugetiere und Vögel
stattfindet.
Die Jagdverwaltung Appenzell I.Rh. bitten daher um Folgendes:
- Verlassen sie die offiziell markierten Wege und Routen nicht.
- Nehmen Sie Ihre Hunde überall an die Leine.
- Vermeiden Sie Lärm


