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Zürich

Winterthur ZH - Verkehrsunfallstatistik in der Stadt

Zahl der Verletzten in Winterthur angestiegen (Symbolbild)
Zahl der Verletzten in Winterthur angestiegen (Symbolbild) (Bildquelle: Kantonspolizei Solothurn)

Die Stadtpolizei Winterthur hat am Mittwoch, 10. März 2021, zusammen mit der Kantonspolizei Zürich und der Stadt Zürich die Verkehrsunfallstatistik 2020 präsentiert.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in der Stadt Winterthur ist gegenüber dem Vorjahr erfreulicherweise leicht gesunken. Eine Abnahme konnte auch bei den Unfällen mit Fahrrädern verzeichnet werden. Leider haben aber die E-Bike-Unfälle nach einem Rückgang im Vorjahr stark zugenommen, was insgesamt zu einer Zunahme von verletzten Personen führte. Die Stadtpolizei Winterthur wird in diesem Bereich weiterhin gezielte Massnahmen zur Prävention durchführen.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle auf Winterthurer Stadtgebiet ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken und liegt damit unter dem langjährigen Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Im Jahr 2020 verloren zwei Personen im Strassenverkehr ihr Leben (2019: 1). Die Zahl der Unfälle mit Verletzten nahm im vergangenen Jahr zu und erreichte einen Höchstwert der letzten 10 Jahre. Die Unfälle mit Sachschaden hingegen sanken und liegen unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre.

Zahl der Verletzten angestiegen

Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten auf Winterthurer Strassen stieg im vergangenen Jahr an und erreichte einen Höchstwert der letzten 10 Jahre. Auch bei den Leichtverletzten wurde eine Zunahme verzeichnet, diese war aber weniger ausgeprägt und liegt unter dem Maximalwert aus dem Jahr 2018.

Zunahme von Unfällen mit dem E-Bike

Rund drei Viertel der schwer verletzten Personen waren mit einem Zweirad unterwegs (Fahrräder, E-Bikes, Motorräder). Augenscheinlich ist die Tatsache, dass die Anzahl Unfälle mit Fahrrädern zwar rückläufig war, die Anzahl Unfälle mit E-Bikes hingegen stark zunahm (von knapp 40 im Jahr 2019 auf über 60 im Jahr 2020). Entsprechend nahm auch die Anzahl Verletzter mit dem E-Bike zu; dabei die Anzahl Leichtverletzter klar stärker, als die Anzahl Schwerverletzter. Bei den fünf Hauptursachen sticht eine hervor: In der grossen Mehrzahl der Fälle handelt es sich um Schleuder- oder Selbstunfälle, also Unfälle, in die kein anderer Verkehrsteilnehmer direkt involviert war. Das Alterssegment der 45-64-Jährigen war im 2020 mit Abstand am stärksten vertreten. Die sogenannten «Seniorenunfälle» liegen auf einem vergleichsweise tiefen Niveau.

Abnahme von Fahrrad-Unfällen

Erfreulicherweise nahm die Anzahl Fahrrad-Unfälle (ohne Motor) im Vergleich zu Vorjahr ab, nachdem sie davor angestiegen und einen Höchstwert erreicht hatten. Die Abnahme betraf die Leichtverletzten wie die Schwerverletzten gleichermassen.

Die Stadtpolizei Winterthur wird bei ihren Präventionsaktivitäten ein Hauptaugenmerk auf die E-Bike-Fahrenden legen und die nationalen und kantonalen Kampagnen unterstützen. Ebenso werden zusätzliche spezifische Massnahmen für Winterthur geprüft. Im Zentrum der Bemühungen wird dabei die Gefahren-Sensibilisierung der E-Bike-Fahrenden selbst stehen.