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Winterthur ZH – Zahlreiche Blaulicht-Einsätze beim 53. Albanifest

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Winterthur beim Albanifest aus der Luft.
Polizei und Rettungskräfte sorgten für Sicherheit beim 53. Albanifest in Winterthur. (Bildquelle: Stadtpolizei Winterthur)

Die Winterthurer Blaulichtorganisationen ziehen nach dem 53. Albanifest vom 26. bis 28. Juni 2026 Bilanz. Die erste Festnacht verlief weitgehend ruhig, in der zweiten waren die Einsatzkräfte deutlich stärker gefordert. Das Einsatzaufkommen bewegte sich insgesamt im Rahmen der vergangenen Jahre.

Am 53. Albanifest waren Einsatzkräfte der Polizei mit zivilen sowie uniformierten Patrouillen und Dialogteams im Einsatz. Im Rahmen des taktischen Dialogs kam unter anderem auch ein neues Lautsprecherfahrzeug mit LED-Laufschrift zum Einsatz. Damit konnten die Festbesucher:innen direkt angesprochen und informiert werden.
Nach dem Feststart am Freitag kam es am frühen Abend zu kleineren Polizeieinsätzen. So konnte unter anderem ein vermisstes Kind gefunden und zu den Eltern zurückgebracht werden. In der Nacht auf Samstag verlief das Fest aus polizeilicher Sicht weitgehend ruhig. Die Stadtpolizei Winterthur wurde am häufigsten wegen einzelner Auseinandersetzungen und alkoholisierter Personen gerufen.
In der Nacht auf Sonntag musste die Polizei deutlich häufiger ausrücken. Es gab mehrere Meldungen wegen vermisster Kinder, Bedrohungen, verbaler Belästigungen oder Schlägereien. Nach Mitternacht mussten die Einsatzkräfte mehrfach bei Streitigkeiten und gewalttätigen Auseinandersetzungen schlichtend eingreifen. Diese standen teilweise im Zusammenhang mit übermässigem Alkoholkonsum. In einzelnen Fällen wurden Wegweisungen ausgesprochen.
Zudem gingen einige Meldungen über alkoholisierte Personen ein, die Hilfe benötigten. Ausserdem ging die Anzeige eines Mannes ein, der niedergeschlagen und dem eine Uhr im Wert von mehreren Tausend Franken entwendet worden war.
An mehreren Orten wurde durch unbekannte Personen missbräuchlich Pfefferspray eingesetzt. Besonders eine Attacke inmitten einer Menschenmenge führte zu aggressiven Reaktionen unter den anwesenden Personen. Zahlreiche Besucher:innen mussten durch die Sanität betreut werden. Der Sanitätsposten musste daraufhin durch Polizeikräfte geschützt werden. Die Ermittlungen dazu laufen.
Weiter wurde der Stadtpolizei eine Verletzung am Bein gemeldet, die mutmasslich durch eine Luftpistole verursacht wurde. Zudem wurden zwei mutmassliche Drogenhändler festgenommen. Die Ermittlungen zu beiden Fällen laufen.
Über beide Festtage hinweg registrierte die Stadtpolizei zudem mehrere Drohnen, die zum Teil unerlaubterweise über dem Festgelände flogen.
Rund um das Festgelände wurden mehrere Verkehrskontrollen durchgeführt. Dabei kam es zu 25 Verzeigungen, mehrheitlich wegen unerlaubter technischer Änderungen am Fahrzeug und Lärm. Ausserdem wurden 50 Ordnungsbussen ausgestellt.
Der Rettungsdienst Winterthur und der Samariterverein Winterthur-Stadt betrieben auch dieses Jahr gemeinsam einen zentralen Sanitätsposten an der Bankstrasse. Ergänzend waren während der gesamten Festdauer mobile Teams zu Fuss in der Altstadt unterwegs. Diese leisteten rasche medizinische Hilfe direkt vor Ort. Ihre Alarmierung erfolgte über die Notrufnummer 144.
Bis Sonntagmorgen wurden insgesamt 143 Patientinnen und Patienten medizinisch betreut. Das waren 12 Personen mehr als im Vorjahr. Davon wurden 14 Personen für weiterführende Abklärungen und Behandlungen ins Spital transportiert. Ein direkter Einfluss der Hitze auf die Beschwerden konnte nicht festgestellt werden. In den meisten Fällen handelte es sich um die Behandlung von kleineren Verletzungen wie Schnittwunden und Prellungen sowie um Kreislaufprobleme oder alkoholbedingte Beschwerden. Lebensbedrohliche Erkrankungen oder Verletzungen wurden nicht verzeichnet.
Als ausserordentliches Ereignis kam es zu einem Vorfall mit Pfefferspray mit mehreren involvierten Personen. Hierbei klagten 23 von ihnen über Augenreizungen und Atemprobleme. Davon mussten drei Personen ins Spital gefahren werden.
Die Feuerwehr von Schutz & Intervention Winterthur führte während des Festes ein enges Lagemonitoring durch und stellte so die ständige Interventionsbereitschaft sicher. Am Freitagnachmittag führte sie eine Durchfahrtskontrolle in der Altstadt durch. Sie überprüfte, ob die Zu-, Durch- und Wegfahrt für Rettungsfahrzeuge auf dem Festgelände gewährleistet ist. Kleine Beanstandungen mussten von den Verursachenden vor Festbeginn behoben werden. Zudem führte die Zivilschutzorganisation Winterthur und Umgebung am Donnerstag und Freitag vor Festbeginn einen Einsatz zugunsten der Gemeinschaft durch. Sie baute an diversen neuralgischen Punkten Härtungselemente auf und installierte zusätzliche Beleuchtungselemente im Stadtgarten. All diese Massnahmen verstärkten die Sicherheit der Festteilnehmenden und Altstadtbewohnenden.
Zudem beriet Schutz & Intervention Winterthur aufgrund der schwülheissen Temperaturen das Albanifest-OK in Bezug auf Kühlmöglichkeiten (Cooling Spots) und bereitete sich auf eine mögliche Unterstützung der Partnerorganisationen vor. In direktem Zusammenhang mit dem Albanifest hatte Schutz & Intervention Winterthur keine Ernstfalleinsätze zu verzeichnen.
Die enge Zusammenarbeit im Einsatzstab Albanifest von Stadt- Feuer- und Transportpolizei, Kantonspolizei Zürich, dem Rettungsdienst, dem privaten Sicherheitsdienst des Organisationskomitees, Schutz & Intervention Winterthur sowie Stadtbus Winterthur funktionierte sehr gut.
Der Einsatz der Blaulichtorganisationen dauert noch bis zum Ende des Festbetriebs um 22 Uhr an.
Stand dieser Mitteilung: 28. Juni, 12 Uhr.
Quelle der Polizeinachricht: Stadtpolizei Winterthur

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