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Zürich

Zürich – Grosseinsatz der Stadtpolizei verhindert Aufeinandertreffen zwischen Demonstrierenden

Symbolbild
Symbolbild (Bildquelle: Kantonspolizei Zürich)

Am Samstagnachmittag, 12. Februar 2022, kam es in der Stadt Zürich zu mehreren unbewilligten Demonstrationen. Die Stadtpolizei Zürich stoppte diese und verhinderte ein Aufeinandertreffen von Demonstrierenden aus der linksautonomen Szene und Corona-Massnahmen-Gegnern. Dabei mussten Reizstoff, Gummischrot und auch Wasserwerfer eingesetzt werden. Mehrere Dutzend Personen wurden festgenommen, darunter auch Personen aus der rechtsextremen Szene. Die Kantonspolizei Zürich sorgte für die Sicherheit im Hauptbahnhof.

Massnahmenkritiker kündigten für den Samstagnachmittag, 12. Februar 2022, auf den sozialen Medien eine Demonstration gegen die Corona-Massnahmen an. Als Gegenreaktion wurde in der Folge schweizweit zu einer Demonstration mit dem Titel "Zürich Nazifrei – rechten Aufmarsch verhindern" aufgerufen. Für beide Demonstrationen wurde im Vorfeld kein Bewilligungs-Gesuch eingereicht.

Gegen 14:00 Uhr besammelten sich mehrere hundert Personen, die der linken Szene zuzuordnen sind, vor dem Hauptbahnhof am Bahnhofplatz. Gleichzeitig besammelten sich aus derselben Szene rund 1000 Personen beim Landesmuseum. In der Folge formierten sich diejenigen beim Landesmuseum zu einem Demonstrationszug, um via Neumühlequai in Richtung Bellevue zu marschieren, wo ein Aufruf der Corona-Massnahmen-Gegner bestand. Die Stadtpolizei verhinderte in der Folge, dass der Demozug in die Innenstadt gelangen konnte. Dabei mussten auch Mittel eingesetzt werden.

Gleichzeitig sorgten am Bahnhofplatz Einsatzkräfte dafür, dass die dortigen mehreren hundert Demonstrantinnen und Demonstranten stationär blieben.

Kurz vor 14:30 Uhr wurden 31 offensichtlich gewaltbereite Personen, die der rechtsextremen Szene oder den Massnahmengegnern zugeordnet werden konnten, im Niederdorf von der Stadtpolizei Zürich gestoppt und für weitere Abklärungen in eine Polizeiwache geführt.

Der von der Stadtpolizei gestoppte Demozug am Neumühlequai formierte sich in der Zwischenzeit neu, drehte um und marschierte in Richtung Kreis 5. Im Bereich der Langstrassenunterführung wurde versucht, Polizeisperren zu durchbrechen und es wurden auch Barrikaden errichtet. Dabei setzte die Stadtpolizei Zürich Gummischrot und Reizstoff ein, um die Situation zu beruhigen. Schliesslich begaben sich die Demonstrierenden in den Kreis 4.

Die mehreren hundert Demoteilnehmenden, die sich stationär beim Hauptbahnhof besammelt hatten, formierten sich gegen 15 Uhr und marschierten Richtung Löwenplatz. Ein Teil der Demonstrierenden versuchte, via Bahnhofstrasse zum Bellevue und zum Sechseläutenplatz zu gelangen. In der Folge musste die Stadtpolizei u.a. am Limmatquai wiederum Mittel einsetzen, um die Personen zu stoppen und um ein Aufeinandertreffen mit Corona-Massnahmen-Gegnern zu verhindern. Die Demonstrationsteilnehmenden randalierten in der Folge am Limmatquai. Mit Hilfe eines Wasserwerfers konnten sie in Richtung Central und Hauptbahnhof zurückgedrängt werden. Schliesslich schlossen sich die Demonstrierenden gegen 16 Uhr am Helvetiaplatz zusammen und blieben dort stationär.

Zur selben Zeit verhinderte die Stadtpolizei, dass mehrere Dutzend Corona-Massnahmen-Gegner einen Demonstrationszug vom Limmatquai in Richtung Hauptbahnhof durchführen konnten. Sie wurden gestoppt, kontrolliert, weggewiesen und im Anschluss verzeigt. Kurz nach 17 Uhr beruhigte sich schliesslich die Situation im Kreis 4, und es fand eine grössere Abwanderung statt. Gemäss jetzigen Erkenntnissen nahm die Stadtpolizei Zürich mehrere Dutzend Personen fest. Zudem nahmen Stadt- und Kantonspolizei weit über 100 Wegweisungen vor.

Quelle: Stapo ZH