In der Nacht auf heute Sonntag, 1. November 2026, war die Polizei im Kanton Zürich stark gefordert. Über 130 Einsätze, Raubüberfälle und Ausschreitungen beschäftigten die Einsatzkräfte. Bei einem Eishockeyspiel wurde zudem ein Polizist verletzt.
Viele Gruppen von verkleideten Kindern und Jugendlichen zogen nach Einbruch der Dunkelheit friedlich in ihren gruseligen Kostümen durch die Strassen und wurden teils von Erwachsenen begleitet wurden. Trotzdem mussten die Polizeikräfte im ganzen Kantonsgebiet zu mehr als 130 zusätzlichen Fällen im Zusammenhang mit Halloween ausrücken.
Mehr als 50 Meldungen betrafen das Ablassen von Böllern oder Feuerwerk. Neben rund 60 Interventionen wegen Unfugs, wurden rund ein Dutzend Sachbeschädigungen und kleinere Brände registriert, und es kam zu einigen tätlichen Auseinandersetzungen.
Die Kantonspolizei Zürich sowie die Kommunalpolizeien standen mit Zusatzaufgeboten im Einsatz. In der Einsatzzentrale der Kantonspolizei wurden um 22 Uhr gegen 80 Polizeieinsätze gleichzeitig koordiniert.
Auffällig war, dass in verschiedenen Bezirken mehrere Halloween-Partys von Fremden gestört wurden, sodass die Polizei gerufen werden musste. In Küsnacht und Meilen wurden Jugendliche von Unbekannten mit Böllern, Schlagringen und Pfefferspray bedroht und zur Herausgabe eines Portemonnaies, einer Uhr und Jacken gezwungen.
Weitere Grosseinsätze
Die Kantonspolizei Zürich stand zudem am Samstagabend in Kloten am Rand des Eishockeyderbys mit Ordnungsdienstkräften im Einsatz. Die Polizistinnen und Polizisten wurden nach dem Spiel durch Fanchaoten des ZSC massiv mit Feuerwerk, Raketen und Böllern angegriffen. Ein Polizist wurde dadurch leicht verletzt. Die Polizei setzte Gummischrot ein.
In einem dritten grossen Einsatz stand die Kantonspolizei in der Nacht auf Sonntag in der Stadt Zürich. Dort unterstützte sie die Stadtpolizei rund um deren Ordungsdiensteinsatz im Kreis 4. Dabei verhafteten Fahnder der Kantonspolizei einen 19-jährigen und einen 21-jährigen Schweizer.
Sie wurden dabei ertappt, wie sie auf einer Baustelle mutmasslich Wurfgegenstände sammelten, um diese später gegen die Polizei einsetzen zu können. Sie trugen Vermummungsmaterial und Waffen bei sich. Überdies wurden am Samstagabend 18 Wegweisungen ausgesprochen.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo ZH