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Zürich

Zürich - Alkoholverkauf an Jugendliche – Jahresbilanz 2019

(Bildquelle: bridgesward (CC0))

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der illegale Verkauf von Alkohol an Jugendliche leicht an. Der Wert blieb jedoch zum zweiten Mal seit fünf Jahren unter 40%.

Die Stadtpolizei Zürich führte im letzten Jahr wiederum in bewährter Zusammenarbeit mit der Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich und dem Blauen Kreuz in verschiedenen Stadtkreisen unangekündigte Alkoholtestkäufe durch. Dabei wurden jeweils der Verkauf von vergorenen Säften wie Bier und Wein an unter 16-Jährige sowie der Verkauf von gebrannten Wassern (Spirituosen) bzw. die daraus hergestellten Mischgetränke (sogenannte Alcopops) an unter 18-Jährige kontrolliert. Das Augenmerk legten die Detektive der Verwaltungsabteilung dabei auf Kioske, Verkaufsläden, Tankstellenshops, Restaurants und Festwirtschaften. Bei insgesamt 113 Testkäufen erhielten die 14- bis 17-jährigen Jugendlichen in 39% der Fälle alkoholhaltige Getränke, die ihnen die Betriebe aufgrund des Alters nicht hätten verkaufen dürfen.

2018 waren es noch 32%, 2017: 44%, 2016: 57%, 2015: 51%

Trotz einer leichten Zunahme der illegalen Alkoholverkäufe von 7% im Vergleich zum Vorjahr bestätigen die Zahlen, dass die auferlegten Massnahmen und Verzeigungen aber auch die Sensibilisierung des Verkaufspersonals durch die patentinhabenden Personen ihre Wirkung nicht verfehlt haben.

Die verantwortlichen Verkäufer und Verkäuferinnen welche den Jugendlichen illegal Alkohol verkauft hatten, wurden beim Stadtrichteramt Zürich zur Anzeige gebracht. Die patentinhabenden Personen wurden mit verwaltungsrechtlichen Massnahmen (kostenpflichtige Verfügung) belegt. Diese reichen von einer Verwarnung, Schulung bei der Suchtprävention, bis hin zu einem befristeten Verkaufsverbot für Alkohol oder gar dem Patententzug.