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Bern BE - Verdacht auf Menschenhandel - 5 Personen angehalten

Symbolbild
Symbolbild (Bildquelle: wikipedia)

Die Kantonspolizei Bern hat unter der Leitung der Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben am Dienstag in einem umfangreichen Fall von Menschenhandel und Förderung der Prostitution eine grossangelegte Aktion durchgeführt.

Fünf beschuldigte Personen konnten angehalten werden. Sechs der mutmasslich zahlreichen Opfer konnten identifiziert und befragt werden. Weitere umfangreiche Ermittlungen sind im Gang. Aufgrund von Verdachtshinweisen auf Menschenhandel und Förderung der Prostitution wurden unter der Leitung der Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben durch die Kantonspolizei Bern umfangreiche Ermittlungen aufgenommen. Im Verlaufe des Verfahrens zeigte sich, dass sich das Netzwerk über den Kanton Bern hinaus in verschiedene Kantone erstreckt. Die Ermittlungen wurden aus diesem Grund in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen der verschiedenen Kantone getätigt. Am Dienstag, 17. Mai 2022, wurde im Kanton Bern sowie in weiteren Kantonen eine grosse Aktion durchgeführt. Insgesamt wurden 14 Hausdurchsuchungen in Wohnungen und Zim- mern vorgenommen.

Im Rahmen der Aktion konnten fünf beschuldigte Personen angehalten werden. Den drei Männern und zwei Frauen im Alter zwischen 27 und 50 Jahren wird unter anderem Menschenhandel, Förderung der Prostitution und die Förderung der rechtswidrigen Ein- und Ausreise und des rechtswidrigen Aufenthalts mit Bereicherungsabsicht sowie die Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern ohne Bewilligung vorgeworfen. Sechs der mutmasslich zahlreichen Opfer konnten für weitere Abklärungen auf eine Wache mitgenommen werden. Bei allen bekannten Opfern handelt es sich um Frauen chinesischer Staatsbürgerschaft. Für die fünf beschuldigten Personen wurde durch die Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben beim Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft beantragt. Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben sind weiterführende, umfang- reiche Ermittlungen im Gang.

Quelle: Kantonspolizei Bern