Grund für die überraschende Massnahme ist die überproportionale Zahl von M3-Modellen in Verkehrsdelikten, insbesondere bei Führerscheinneulingen.
Wie das Bundesamt für Strassen (ASTRA) am Montagmorgen bekannt gab, handelt es sich dabei um eine „präventive Verkehrssicherheitsmassnahme mit pädagogischem Zusatznutzen“.
In der offiziellen Mitteilung heisst es, der BMW M3 sei in den letzten Jahren „zu einem inoffiziellen Symbol für überambitionierte Beschleunigungsversuche geworden.“
Halle mit Bar und Simulator in Zürich
Damit die Neulenker trotz Fahrverbot nicht ganz auf ihr Fahrzeug verzichten müssen, stellt der Kanton Zürich ab Mai eine spezielle Halle im Industriequartier zur Verfügung. Die sogenannte M3-Lounge bietet Platz für bis zu 120 Fahrzeuge, ist kameraüberwacht und beheizt.

Neben dem Fahrzeugunterstand wartet die Halle mit einem ungewöhnlichen Angebot auf: Eine stylische Bar mit alkoholfreien Cocktails, ein High-End-Fahrsimulator mit Nürburgring-Modus und – zurzeit noch in Planung – eine Tuning-Ecke, in der Neulenker gemeinsam mit Fachpersonal ihre Fahrzeuge optisch aufwerten können.
Besser M3 schauen als M3 fahren
Die Projektleitung betont den pädagogischen Ansatz des Vorhabens: „Junge Fahrer sollen sich mit ihrem Fahrzeug auseinandersetzen, ohne dabei den Verkehr zu gefährden.
Wer seinen M3 liebt, kann ihn hier pflegen, polieren – und im Simulator sogar völlig legal an die Grenzen bringen.“
Zudem sei angedacht, an Wochenenden Workshops anzubieten – zu Themen wie „Sounddesign ohne Dezibel“ oder „Lichthupe mit Stil: Kommunikation auf der Autobahn“.
Verband junger Automobilisten Schweiz (VJAS) empört
Der Verband junger Automobilisten Schweiz (VJAS) zeigt sich wenig erfreut über die Massnahme: „Das ist ein klarer Fall von Diskriminierung auf Basis der Motorisierung,“ liess der Präsident in einer ersten Reaktion verlauten.
Man prüfe derzeit rechtliche Schritte – „sobald der M3 wieder aus der Halle darf“.
Ob ähnliche Massnahmen auch für Audi RS-Modelle oder Mercedes-AMG in Erwägung gezogen werden, ist derzeit nicht bekannt.
Quelle der Polizeinachricht: Redaktion Polizeiticker