Crans-Montana VS – Bundespräsident und Stadträte sichern Unterstützung zu
Crans-Montana VS – Bundespräsident und Stadträte sichern Unterstützung zu
01.01.2026 | 17:51
Redaktion Polizeiticker Schweiz
(Symbolbild) (Bildquelle: paulsteuber (CC0))
Nach dem tödlichen Brand in Crans-Montana mit rund vierzig Todesopfern und 115 Verletzten besuchte Bundespräsident Guy Parmelin gemeinsam mit den Walliser Staatsräten Mathias Reynard und Stéphane Ganzer den Unglücksort. Dabei brachten sie den Betroffenen und ihren Angehörigen ihre Solidarität und ihr Mitgefühl zum Ausdruck und würdigten zugleich den Einsatz der Rettungs- und Hilfskräfte sowie des Spitalpersonals.
In der Silvesternacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar 2026 kam es in der Bar
«Le Constellation» in Crans-Montana infolge eines Brandes zu einem Flashover, der nach ersten Erkenntnissen eine oder mehrere Explosionen zur Folge hatte und
zahlreiche Tote und Verletzte forderte. Im Rahmen der Neujahrsfeierlichkeiten feierten zahlreiche Gäste in der zweistöckigen Bar.
Das rasche Ausbreiten des Feuers im Lokal führte zum Tod von rund vierzig Personen. Neben den Toten sind rund 115 Verletzte zu beklagen, die meist schwere Verbrennungen erlitten. Alle Opfer wurden von den Rettungskräften versorgt und nach der Erstversorgung ins Spital Wallis und andere Spitäler gebracht.
Im Spital Wallis, das seinen Katastrophenplan aktivierte, werden derzeit rund 60
Verletzte behandelt, die auf verschiedenen Spitalstandorte Visp, Sitten und
Martinach verteilt wurden. Etwa 60 weitere Patientinnen und Patienten wurden in
andere Spitäler eingewiesen, darunter die beiden Schweizer Zentren, die auf die
Behandlung von schweren Brandverletzungen spezialisiert sind, nämlich das Centre
hospitalier universitaire vaudois (CHUV) in Lausanne und das Universitätsspital
Zürich. Aktuell sind die Behörden gemeinsam mit den Nachbarländern an der
Planung, um die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit schweren
Verbrennungen bestmöglich sicherzustellen.
Als Zeichen der Unterstützung für die zahlreichen Betroffenen und die Einsatzkräfte
reiste Bundespräsident Guy Parmelin heute Nachmittag in Begleitung des Walliser
Staatsratspräsidenten Mathias Reynard, und des Vorstehers des Departements für
Sicherheit, Institutionen und Sport, Stéphane Ganzer, nach Crans-Montana.
Da sich zu dieser Jahreszeit zahlreiche ausländische Gäste in der Tourismusdestination Crans-Montana befinden, bemüht man sich nach Kräften um eine rasche Identifizierung der Opfer und die Koordinierung des Informationsaustauschs mit dem Ausland.
Helpline für Angehörige
Die Helpline 0848 112 117 steht den Opfern und ihren Angehörigen sowie
Leichtverletzten und Zeugen zur Verfügung.
Der Staatsrat ist in Gedanken bei allen Opfern, ihren Angehörigen und allen
Betroffenen und spricht ihnen seine Anteilnahme aus. Er bedankt sich beim ganzen
Personal der Rettungskräfte, der Polizei und der Spitäler, die an der Bewältigung
der Ereignisse der vergangenen Nacht beteiligt waren oder noch immer im Einsatz
stehen. Weiter hat er die besondere Lage verhängt, um über die nächsten Tage
hinweg rasch die zur Bewältigung des tragischen Ereignisses nötigen Mittel
mobilisieren zu können.


