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Europol – Ermittler identifizieren 18 missbrauchte Kinder

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Ein modernes Bürogebäude mit dem Europol-Logo auf einem Schild im Vordergrund. Das Gebäude hat eine nüchterne Architektur.
Das Europol-Hauptquartier in Den Haag war Gastgeber der 19. «Victim Identification Task Force» zur Analyse von Missbrauchsdarstellungen. (Symbolbild) (Bildquelle: OSeveno, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0)

Bei einer internationalen Europol-Taskforce sind zwischen dem 7. und 18. September 2026 insgesamt 18 sexuell missbrauchte Kinder vorläufig identifiziert worden. Ermittler aus 28 Ländern werteten dafür Hunderte Bild- und Videodatensätze aus.

Vom 7. bis 18. September 2026 kamen Fachleute aus 28 Ländern sowie von Europol und Interpol am Europol-Hauptsitz in Den Haag zusammen. Im Rahmen der 19. «Victim Identification Task Force» (VIDTF) analysierten sie insgesamt 377 Datensätze mit Bildern, Videos und weiteren Informationen.
Ziel der Ermittler ist es, selbst kleinste Hinweise in Missbrauchsdarstellungen auszuwerten. Gegenstände, Kleidung, Hintergründe oder Landschaften können beispielsweise Rückschlüsse darauf ermöglichen, wo Aufnahmen entstanden sind und wer die abgebildeten Kinder oder mutmasslichen Täter sind.
Bei der aktuellen Aktion konnten 18 Kinder vorläufig identifiziert werden. Bei insgesamt 147 Opfern gelang es den Ermittlern zudem, deren geografischen Bezug zu bestimmen. Darüber hinaus wurden fünf mutmassliche Täter in verschiedenen Ländern identifiziert.

Mehr als 1'200 Opfer seit 2014 identifiziert

Europol organisiert die internationalen Taskforces seit 2014. Seither konnten nach Angaben der Behörde insgesamt 1'260 Opfer identifiziert und 348 Täter festgenommen werden. Mehr als 8'600 Datensätze beziehungsweise Bild- und Videoserien wurden analysiert und über 2'600 Ermittlungsansätze an zuständige Behörden weitergegeben.
Allein bei einer Taskforce im Jahr 2025 führte die gemeinsame Auswertung eines nationalen Falls dazu, dass mehr als 100 Kinder vollständig identifiziert und geschützt werden konnten. Das jüngste Opfer war laut Europol neun Jahre alt.
Parallel betreibt Europol seit 2017 die Kampagne «Stop Child Abuse – Trace an Object», bei der auch die Öffentlichkeit bei der Identifizierung auffälliger Gegenstände aus Missbrauchsdarstellungen helfen kann. Bislang gingen mehr als 28'600 Hinweise ein. Diese trugen unter anderem zur Identifizierung von 35 Opfern und neun Tätern bei.
An der aktuellen Taskforce beteiligten sich neben zahlreichen europäischen Staaten auch Ermittler aus Australien, Neuseeland, den USA, dem Vereinigten Königreich, der Ukraine, Moldau, Serbien und Island sowie Interpol.
Quelle der Polizeinachricht: Europol

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Ausland

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