Filzbach GL – Tunnel nach tödlichem Unfall bis Dienstag gesperrt
Redaktion Polizeiticker Schweiz
Der Kerenzerbergtunnel bleibt nach dem tödlichen Verkehrsunfall vom 10. August 2026 bis Dienstagmorgen gesperrt. Wie die Polizei weiter mitteilt, musste der 29-jährige Lastwagenlenker seinen Führerausweis abgeben und sich einer Blut- und Urinprobe unterziehen.
Ein Lenker war mit seinem Personenwagen auf der Autobahn A3 in Fahrtrichtung Chur auf der Normalspur unterwegs. Im Kerenzerbergtunnel kam sein Fahrzeug aus bisher unbekannten Gründen zum Stillstand. Der Lenker begann daraufhin, das Fahrzeug zur nächstgelegenen Ausstellbucht zu schieben.
Dabei wurde er von einem Lastwagen erfasst und tödlich verletzt. Die formelle Identifikation des Lenkers ist noch ausstehend.
Für die Dauer der Unfallaufnahme und der Ereignisbewältigung musste der Kerenzerbergtunnel gesperrt und der Verkehr im Gegenverkehr über die Walenseestrecke geführt werden. Dies führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Aufgrund der Aufräumarbeiten sowie der geplanten Nachtbaustelle bleibt der Tunnel bis Dienstag, 11. August 2026, um 06:00 Uhr gesperrt.
Beim 29-jährigen Lastwagenlenker ordnete die Kantonspolizei eine Blut- und Urinprobe an und nahm den Führerausweis ab.
Im Einsatz standen rund 20 Angehörige der Polizei, des Rettungsdienstes, des Strassenunterhalts und der Staatsanwaltschaft.
Die Ermittlungen zur Unfallursache und zum genauen Unfallhergang sind im Gang. Diese werden von der Kantonspolizei Glarus in Zusammenarbeit mit der Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus geführt.
Die Kantonspolizei Glarus weist darauf hin, dass bei einer Panne im Tunnel besondere Vorsicht geboten ist.
Folgende Verhaltensempfehlungen sind zu beachten:
- Warnblinker einschalten und das Fahrzeug, wenn möglich, in einer Ausstellbucht oder auf dem Pannenstreifen abstellen. Andernfalls möglichst weit rechts anhalten.
- Motor ausschalten und das Fahrzeug auf der verkehrsabgewandten Seite verlassen. Alle Personen begeben sich in eine SOS-Nische oder hinter einen Notausgang. Warnweste tragen.
- Rettungskräfte informieren, wenn möglich über die SOS-Notrufstation. So werden Standort und Fahrtrichtung automatisch übermittelt.
- Niemals im Fahrzeug warten, sondern ausserhalb des Verkehrsraums an einem sicheren Ort auf Hilfe warten.


